Bamberger Erzbischof – Antidrogenkampf auf Philippinen ist gesetzeswidrig

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Drogenkampf der philippinischen Regierung als gesetzeswidrig bezeichnet. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte Schick, „es sind Bestrafungen am Recht vorbei.“

Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der sich gerade auf einer Philippinen-Reise befindet, sagte weiter: „Gegen diese strengen Maßnahmen und diese illegalen Maßnahmen, da sind natürlich die, mit denen wir gesprochen haben, auch dagegen. Aber auch da verteidigen einige Philippinos – und nicht sehr kleine Gruppen – das Vorgehen des Präsidenten. Trotzdem kann es nicht akzeptiert werden, weil es Bestrafungen am Recht vorbei sind.“

Kritik an Präsident Duterte

Schick betonte mit Blick auf die Strafaktionen der philippinischen Regierung um Präsident Duterte: „Manchmal hat es ja auch Jugendliche getroffen, von denen man eigentlich noch gar nicht annehmen kann, dass sie voll durchgeblickt haben, bei dem, was sie tun. Und dann trifft sie diese harte Strafe am Gesetz vorbei. Wir halten das natürlich für inakzeptabel und trauern um die Angehörigen, die sie verloren haben.“

Der Bamberger Erzbischof ist derzeit in der politisch unruhigen Provinz Mindanao unterwegs. Dazu sagte Schick: „Ja, das Kriegsrecht ist verhängt, weil es islamistische Gruppen gibt, die sehr gewalttätig gegen andere vorgehen, die hier so einen islamistischen Staat errichten wollen, also ein Ableger vom IS. Wir hoffen natürlich, dass Frieden kommt. Viele sehnen sich hier nach Frieden und dass auch diese Krise überwunden wird.“

Quelle

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