Ein Jahr Philippinen – Viel Zeit für die „zweite Familie“

Die Zeit fliegt nur so. Es ist Sommerpause, was für mich merklich weniger Arbeit bedeutet. Ich habe darüber nachgedacht, ein eigenes Projekt zu starten und den Klassenraum für die Straßenkinder neu zu gestalten und zu streichen. Hierfür nutze ich unter anderem Geld, das aus Deutschland gespendet wurde und wofür ich mich, auch im Namen der Kinder, auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bedanken möchte. Weiterhin werde ich mit den behinderten Kindern arbeiten, die mir sehr ans Herz gewachsen sind.

Ich kann glaube ich behaupten, dass ich hier auf der Arbeit und auch auf meiner Wohn-Base eine zweite Familie gefunden habe. Da auch die Jugend hier in der Sommerpause nicht so viel zu tun hat, findet der Sommersport statt, der aus Basketball, Volleyball und vielen weiteren, auch in Deutschland nicht so bekannten, Sportarten besteht. Auch hier nehme ich selbstverständlich teil, da ich einfach ein Bestandteil der Gemeinschaft bin, und ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr so viel Spaß hatte. Das alles macht meinen bevorstehenden Abschied noch viel schwieriger, als er ohnehin schon wird, aber da muss ich wohl durch. Wegen der vielen freien Zeit hätte ich natürlich auch die Möglichkeit, zu reisen. Allerdings bevorzuge ich es, mit meinen Freunden hier an den Strand zu fahren oder wandern zu gehen, um möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen zu können.

In der Zeit, die noch übrig bleibt, muss ich auch an die Zeit nach meinem Auslandsjahr denken und planen. Allerdings mag ich das gar nicht, da ich hier jede einzelne Minute mit meinen Freunden und Familienmitgliedern vor Ort genießen möchte.Um den Zusammenhalt mit diesen Personen nochmal zu stärken, helfe ich, wo ich kann, und beteilige mich an so vielen Aktivitäten wie möglich.

Eines ist ganz sicher: Diese Zeit hier in Dumaguete war nicht meine letzte auf den Philippinen, denn so eine Familie und solche Freunde lässt man nicht einfach zurück.

Grüße aus Dumaguete City.

INA KRÖLL

Quelle

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