Junger Belecker hilft Kindern auf den Philippinen

Manila, Philippinen – Seit drei Jahren arbeitet Moritz Gastl auf den Philippinen. Jetzt hat der junge Belecker dort Spenden aus seiner Heimat verteilt.

Moritz Gastl wollte keine Blumen oder Kränze, als sein Großvater Gerd Schmitz starb. Er wollte Spenden, Hilfe für Kinder in Not. Er lebt seit drei Jahren auf den Philippinen, in Manila, arbeitet auch dort.

Bereits 2013 mobilisierte er in seiner früheren Heimat Belecke die Menschen, erhielt zahlreiche und großzügige Spenden, um bedürftigen Filipinos zu helfen, denn die brauchten dringend Unterstützung nach dem verheerenden Taifun Hayan.

Obwohl die Philippinen mit ihren über 100 Millionen Einwohnern ein enormes Wirtschaftswachstum vorweisen können, werden die Diskrepanzen zwischen der reichen Oberschicht und der breiten Bevölkerung immer größer. Vor allem die Lebensbedingungen in den Armenvierteln sind prekär, wenn nicht sogar unmenschlich.

Mehrere 1000 Euro

Jetzt, nach dem Tod von Moritz Gastls Großvater, kamen wieder mehrere 1000 Euro zusammen. Die steckte er in Hilfpakete für 40 Kinder und ihre Mütter. Bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier überreichte Moritz Gastl die Päckchen persönlich – und war gerührt von der Überschwänglichkeit und Dankbarkeit, die ihm von den Müttern und ihren Kindern entgegengebracht wurde.

Für die Mütter mit ihren Kleinen war dieser Tag das Highlight des Jahres, für das sie sich extra ihre besten Kleider überstreiften. Zusammen wurde gesungen und getanzt – ein ausgelassener Nachmittag, an dem die Familien ein wenig Ablenkung von ihrem sonst so tristen Alltag genossen. Zum Schluss der Veranstaltung wurde Moritz und seinen Begleitern sogar ein selbst gebasteltes Poster überreicht. Dort bedankten sich alle Kinder auf Tagalog, der philippinischen Landessprache. „Salamat“! (Danke).

Kleidung und Malbücher gespendet

Ein Teil der Spenden konnte aber bereits in der Weihnachtszeit der „Payatas Orione Foundation“ in Form von Lebensmitteln, aber auch Non-Food Artikeln wie Hygieneartikel, Kleidung oder Malbücher, überreicht werden. Die Organisation hat sich seit 2007 der humanitären Hilfe in Barangay Payatas, einem Stadtteil von Quezon City, verschrieben. Quezon City ist einer der ärmsten und dicht besiedelsten Regionen Manilas. Die „Payatas Orione Foundation“ ist eine gemeinnützige Organisation, die ausschließlich von Spenden finanziert wird. Mit ihren drei Hilfsprogrammen konzentriert sie sich auf die Verbesserung der Lebenssituation der sozial extrem benachteiligten Familien in den Payatas.

Stipendien bezahlen

Dabei geht es insbesondere um medizinische Versorgung, Lebensmittelversorgung für unterernährte Kinder, und Stipendien für eine schulische Ausbildung, die den meisten Kindern dort verwehrt bleibt.

Die Payatas werden umgangssprachlich auch „Smokey Mountains“ (Rauchende Berge) genannt, weil die Menschen dort inmitten des Abfalls von Manila leben, den Müllbergen der Millionenstadt. Für Menschen in Deutschland vielleicht unvorstellbar, ist dies die einzige Überlebenschance für die dort lebendenden Familien.

Bereits eine vermeintlich kleine Summe kann Großes bewirken und den Familien in Barangay Payatas und anderen Armenvierteln Manilas den Alltag erleichtern.

Quelle

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