China will regelmäßig Seemanöver abhalten

Manila, Philippinen – Die chinesische Marine soll trotz internationaler Kritik auf hoher See Übungen abhalten. In einem Parteiblatt wird der neue US-Außenminister deutlich kritisiert.

Manöver der chinesischen Marine auf hoher See sollen zur Normalität werden. Die Streitkräfte würden sich künftig nicht mehr von ausländischen Provokationen oder Druck davon abhalten lassen, kündigte das Zentralorgan der Kommunistischen Partei, Renmin Ribao, an. Die Einmischungen von außen liefen den gemeinsamen Interessen zuwider.

Hintergrund des Artikels ist der Streit um Gebiete im Südchinesischen Meer. Konkret kritisiert Renmin Ribao den neuen US-Außenminister Rex Tillerson. Er hatte gefordert, dass China der Zugang zu den künstlichen Inseln verwehrt werden müsse, die die Volksrepublik im Südchinesischen Meer errichtet haben. Die Äußerungen bezeichnete Renmin Ribao als „verbale Bomben“.

 China hatte im Dezember den Flugzeugträger Liaoning in die Nähe Taiwans und für Manöver in den Pazifik geschickt. Der Schritt hatte bei mehreren Ländern in der Region Sorgen ausgelöst. Nach Angaben der Führung in Peking handelte es sich um Routineübungen. China unterhält ein ehrgeiziges Programm zur Modernisierung seiner Streitkräfte und investiert vor allem in die Marine.

Durch das Südchinesische Meer führt eine der meistgenutzten Handelsrouten der Welt. Die Anrainerstaaten beanspruchen große Teile des Meeres für sich. Um die eigenen Ansprüche durchzusetzen, hat China künstliche Inseln in den Gewässern aufgeschüttet. US-Außenminister Tillerson bezeichnete dies als „illegale Aktion“.

Ein Urteil des internationalen Schiedshofs in Den Haag gegen den angeblich historischen Anspruch Chinas auf das Südchinesische Meer ignoriert die Volksrepublik. Die Philippinen hatten dort 2013 Klage eingereicht in der Hoffnung, die eigenen maritimen Rechte klären zu können. Die Kritik von Ex-Präsident Barack Obama beim G-20-Gipfel hatte Xi Jinping vergangenes Jahr zurückgewiesen. China werde „unerschütterlich“ seine territoriale Souveränität und maritimen Interessen schützen. Die USA mögen in dem Konflikt doch eine „eine konstruktive Rolle“ spielen.

Quelle

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