Witwe des getöteten Südkoreaners sitzt dem Mörder ihres Mannes das erste mal gegenüber

Manila, Philippinen – Am Donnerstag begann in Manila die Senatsuntersuchung zur Entführung und Ermordung des Südkoreaners Jee Ick Joo, zum ersten mal sah die Witwe des Opfers dem Mörder ihres Mannes in die Augen.

Ricky Sta. Isabel der Hauptverdächtige Polizist und weitere 7 Personen, davon mindestens 3 weitere Polizisten, werden beschuldigt den südkoreanischen Geschäftsmann Jee Ick Joo am 18. Oktober entführt, ermordet und anschließend eingeäschert zu haben. Trotzdem das Opfer bereits tot war verlangten sie von seiner Witwe Millionen von Peso Lösegeld.

Der Fall hat international wegen seiner Verbindung zu korrupten Teilen der philippinischen Polizei und wegen seiner Grausamkeit, international Aufsehen erregt. Jee Ick Joo wurde auf dem Gelände des Hauptquartiers der philippinischen Polizei in Manila im Auto eines der Verdächtigen erwürgt.

Der Chef der philippinischen Polizei, Generaldirektor Ronald „Bato“ dela Rosa versprach der südkoreanischen Gemeinde auf den Philippinen eine lückenlose Aufklärung des Falls. Dies forderte zwischenzeitlich auch die Regierung in Südkorea, die mit Bestürzung auf die Ermordung eines ihrer Staatsbürger reagierte. Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, lies in der vorigen Woche eine Erklärung über seinen Palast verlesen, in der er sich bei Südkorea für die schändliche Tat entschuldigte.

Die ebenfalls entführte und später in Manila freigelassene Haushälterin, der Familie Jee, Marissa Morquicho identifizierte heute bei der Senatsanhörung Ricky Sta. Isabel, als einen der Drahtzieher des Verbrechens.

Bildmontage Haushälterin Marissa Morquicho und Ricky Sta. Isabel

Es gab, besonders von der philippinischen Opposition, Stimmen die den Rücktritt des Polizeichefs forderten, allerdings sprach der Präsident, Generaldirektor Ronald „Bato“ dela Rosa sein volles Vertrauen aus.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass weitere 7 Polizisten in Angeles City 3 Südkoreaner unschuldig verhafteten und nur gegen Zahlung von je P 300.000 wieder frei ließen.Diese Polizisten wurden zwischenzeitlich identifiziert und entlassen.

Redaktion

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