Olsberger droht seiner philippinischen Ehefrau mit Mord und Hinrichtung

54-Jähriger aus Olsberg muss sich vor dem Briloner Amtsgericht wegen Körperverletzung verantworten. Seine Frau wirft ihm Misshandlung vor.

„Ich werde dich töten! Ich werde dich in den Keller bringen und hinrichten. Niemand wird dich hören.“ Während dieser Drohung soll ein Olsberger (54) den Arm um den Hals seiner Frau geschlungen haben, in der anderen Hand eine Machete. Vor dem Amtsgericht in Brilon bestreitet er die Vorwürfe – wird aber verurteilt.

Sie lernten sich auf den Philippinen kennen, heirateten in Deutschland

Alles begann 2013, als der Olsberger auf die Philippinen flog. Dort lernte er seine Frau kennen, 42, Philippina. Angeblich überwies er ihr 7000 Euro, damit sie seine Sprache lernen konnte. Anderthalb Jahre später zog sie nach Deutschland, nur drei Wochen später heirateten sie.

„War die Ehe jemals glücklich?“, wird sie vor Gericht gefragt. Die 42-Jährige schluchzt.

Sie habe nicht sauber gemacht, sei nur am Handy gewesen

„Ich hab ihr den Eintritt in die Wohnung verwehrt. Sie macht nicht richtig sauber, hängt nur am Handy. Ich mache Überstunden, wenn ich heimkomme wasche ich das Geschirr“, sagt der 54-Jährige ruhig und sachlich vor Gericht. Seine Frau habe einen intimen Freund in Paderborn. Seine Frau habe ihn gebeten, ein Dokument zu unterschreiben, dass die Tochter aus erster Ehe auch nach Deutschland kommen könne, nur um sie dann weiterzuverkaufen, an den intimen Freund. Seine Frau verweigere den Sex. „Ich bin Moslem, ich lehne Gewalt ab“, sagt der gebürtige Deutsche, der zum Islam konvertierte ruhig. Er wollte seine Frau nie zu etwas zwingen. „Das mit der Machete ist quatsch!“

Die 42-Jährige weint. Sie erzählt von heißen Löffeln, mit denen sie verbrüht wurde. Von Essensverbot und Angst. Im Oktober 2016 eskalierte die Beziehung.

Er würgte sie und bedrohte sie mit dem Tod

Sie sei nach Hause gekommen, weil sie müde war, sehr müde, erzählt die Philippina. Ein Dolmetscher übersetzt vor Gericht für sie. Ihre Aussage wird später vereidigt. In ihrer Hand knetet sie ein Tempo, während sie spricht. Er habe sie ausgesperrt, nicht auf das Klingeln reagiert. „Für mich war es aus, sie hat sich nicht an die Absprache gehalten“, sagt ihr Mann über den Grund. Welche Absprache er meint, sagt er nicht. Seine Frau nimmt einen Stein, klopft damit an die Tür. Er habe aufgemacht, sei wütend gewesen. Mit einem Arm habe er ihren Hals umschlungen, mit der anderen Hand die Machete auf sie gerichtet und gesagt, er werde sie töten. Sie beißt in seinen Arm, schlägt seine Hand weg und rennt. Eine Freundin holt sie ab. Drei Tage bleibt sie dort, bis sie doch wieder zurückkehrt zu ihrem Mann. „Aber ich konnte in diesem Haus nicht schlafen, ich hatte Angst, ermordet zu werden.“ Sie erstattet Anzeige und zieht aus. Die Beamten finden zwei Macheten, Wurfsterne und einen Totschläger in der Wohnung des Angeklagten.

Richter und Staatsanwältin glauben der Frau

Der bleibt vor Gericht bei seiner Version. „Wir haben nur gestritten, ich bin Moslem, ich lehne Gewalt ab.“ Sein Verteidiger betont die verschiedenen Kulturkreise, die aufeinanderprallen, aber Richter und Staatsanwältin glauben der Frau. 4000 Euro muss der Angeklagte nun bezahlen. Ein zweites Strafverfahren läuft noch gegen ihn.

Quelle

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