Experten warnen vor dem „Großen Beben“

Manila, Philippinen – Circa alle 400 Jahre erschüttert ein schweres Erdbeben das Gebiet um die philippinische Metropole Manila. Das letzte große Beben ereignete sich vor rund 357 Jahren – nun warnen Wissenschaftler vor einer bevorstehenden Katastrophe.

Wie die philippinische Tageszeitung „Philstar“ berichtet, warnen Forscher des Philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (Philvolcs) die Bevölkerung in der Region um Manila und umliegende Provinzen vor „dem großen Beben“.

Vergangenen Freitag erschütterte ein Erdbeben das Gebiet um die Stadt Surigao del Norte im Süden der Philippinen. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, acht Personen starben. Die vielen eingestürzten Brücken und Häuser waren die Folge eines Erdbebens der Stärke 6,7.

Befürchtetes Beben könnte bis zu 34.000 Menschen töten

Renato Solidum, Leiter von Philvolcs, warnt im Gespräch mit der Zeitung: „Jeder muss aus den Folgen des Erdbebens mit der Stärke 6,7 in Surigao del Norte lernen. Wenn ein ähnliches Ereignis in einer dichter besiedelten Region vorkommen würde, wären die Auswirkungen verheerender.“ Das zu erwartende „große Beben“ dagegen wird laut dem Wissenschaftler mit einer Stärke von 7,2 erwartet.

Wie „Philstar“ berichtet, wurde bereits 2004 eine Studie veröffentlicht, in der die Auswirkungen eines Erdbebens der Stärke 7,2 auf die Umgebung von Manila aufgezeigt wurden. Nach dem Bericht könnten im Fall der Fälle bis zu 34.000 Menschen getötet und 100.000 weitere verletzt werden.

Letztes schweres Erdbeben im Oktober 2013

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Im Erdinneren unter dem Pazifikstaat schieben sich kontinuierlich Erdplatten untereinander. Das letzte schwere Erdbeben, das die Inselgruppe erschütterte, ereignete sich im Oktober 2013. Das Beben hatte eine Stärke von 7,1 und kostete mehr als 220 Menschen das Leben.

Quelle

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