Philippinen: Terrorgefahr für Apotheker ohne Grenzen

Manila, Philippinen – Hilfsorganisationen sollen ihre deutschen Mitarbeiter wegen akuter Terrorgefahr von der philippinischen Insel Mindanao abziehen. Nach Informationen der deutschen Botschaft auf den Philippinen liegen Hinweise vor, dass Ausländer derzeit sehr gefährdet sind. Sie stehen im Fokus von Terrororganisation wie dem IS-Ableger Abu Sayyaff. Auch Unruhen seitens kommunistischer Rebellen würden befürchtet, so die Botschaft.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Apotheker ohne Grenzen (AoG), Nhomsai Hagen aus Ingelfingen und Ulrike Niehle aus Greifswald, haben die zweitgrößte Insel der Philippinen am vergangenen Wochenende bereits verlassen.

AoG ist Partnerorganisation der German Doctors, die neben einer Zentralapotheke und einer Ambulanz in Cagayan de Oro, zwei Kliniken in Valencia und Buda betreiben sowie mobile Kliniken und Apotheken in verschiedenen Regionen organisieren.

Besorgt äußert sich AoG-Geschäftsführerin Eliette Fischbach: «Vor allen Dingen haben die kranken Menschen in Not einen großen Schaden durch diese Situation. Doch wir können unsere Leute nicht gefährden.» Ob und wie die Einrichtungen ohne Unterstützung deutscher Einsatzkräfte weiter bestehen bleiben können, wird in den nächsten Wochen geklärt.

Quelle

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