Schwierigkeiten zwischen Regierung und Kirche

Es knirscht in den Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der Regierung des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte. Während die Gläubigen einen Anstieg von kirchenfeindlichen Äußerungen Dutertes feststellen, beklagen die Kirchenführer in ihrem jüngsten Hirtenbrief ein „Reich des Terrors“. Zwar teilten Kirche und Duterte den Wunsch nach Gerechtigkeit und sozialem Frieden, doch die Wege der Regierung könnten durch die Kirche nicht geteilt werden, zitiert der vatikanische Fidesdient James Anthony Perez, den Präsidenten der katholischen Gemeinschaft „Filipinos for Life“.

Insbesondere die Anti-Drogen-Kampagne der Regierung, die auch mit außergerichtlichen Hinrichtungen agiert, die Wiedereinführung der Todesstrafe sowie die Senkung der Strafmündigkeit auf neun Jahre stehen in Widerspruch zur Einstellung der Kirche. „Duterte bringt den Wunsch der Menschen nach Gerechtigkeit und Sicherheit zum Ausdruck. Die Kirche wiederum erinnert die Menschen daran, dass Wohlstand und Gerechtigkeit in ersten Linie durch die Anerkennung des Rechts auf menschliches Leben entsteht und nicht durch Verleugnung davon“, sagt Perez.

Die Regierung kritisierte unterdessen den Hirtenbrief vom vergangenen Februar als „weltfremd“. Das Verhältnis zwischen Regierung und Kirche wird von Beobachtern als „kalt“, wenn nicht „feindselig“ empfunden. Doch Pater Jerome Secillano, Sprecher der philippinischen Bischofskonferenz betonte gegenüber Fides: „Die Kirche auf den Philippinen hat nichts persönlich gegen Duterte. Sie ist lediglich kritisch bei Themen in Bezug auf Menschrechte, Gerechtigkeit, Respekt vor dem Leben oder Rechtstaatlichkeit.“

Quelle

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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village