Lascañas: 4 weitere Mitglieder der Todesschwadron wollen gegen Duterte aussagen

Senator Antonio Trillanes zusammen mit SPO3 Arturo Lascañas

Manila, Philippinen – Der pensionierte Polizist und angebliches Mitglied der Davao Todesschwadron (DDS), SPO3 Arturo Lascañas sagte, es wollen noch weitere 4 Mitglieder der Todesschwadron gegen Duterte aussagen. In der Zeit als der jetzige Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, Bürgermeister der Stadt Davao, im Süden der Philippinen war, wurden mehr als 2000 Kleinkriminelle, Drogendealer und Kritiker durch die sogenannte DDS umgebracht.

Neben Lascañas gestand zuvor auch ein weiteres Mitglied der Todesschwadron, Edgar Matabato an den sogenannten Hinrichtungen teilgenommen zu haben. Matabato behauptet zu dem, gesehen zu haben wie Duterte selbst mindestens 6 Menschen getötet hat.

In der vorigen Woche stellte der Senat, der überwiegend aus Duterte Anhängern besteht, erneut die Untersuchung zum Fall der Todesschwadron ein, mit der Begründung Lascañas wäre nicht glaubwürdig. Lascañas hatte 2016 behauptet es hätte nie eine Todesschwadron in Davao gegeben. Er revidierte allerdings seine Aussage, er wollte mit der Lüge seine Familie schützen.

Nun sagen aber, Lascañas und Matabato unabhängig von einander, sie wollen sich nationalen und internationalen Gerichten stellen.

Es bleibt abzuwarten ob und wann die vier weiteren Zeugen aussagen werden.

Duterte bestreitet bis heute die Existenz einer solchen Todesschwadron, gab aber bei mehr als einer Gelegenheit zu selbst Menschen getötet oder aus einem Hubschrauber geworfen zu haben.

Quelle: Redaktion

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