China erwartet offene Türen in Manila

Manila, Philippinen – Chinas stellvertretender Ministerpräsident Wang Yang ist am Donnerstag zu einem viertägigen Besuch auf den Philippinen eingetroffen. Ziel der Reise ist die Verbesserung der Kooperation zwischen beiden Ländern. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums wird Wang mit dem philippinischen Staatspräsidenten Rodrigo Duterte und dessen Managementteam für Wirtschaftspolitik zu Gesprächen zusammenkommen.

Wang nahm an der Eröffnungszeremonie des ASEAN-Tourismusjahres teil und verlas dort eine Gratulationsbotschaft von Chinas Ministerpräsidenten Li Keqiang. Später wird er auf der Eröffnungsveranstaltung des chinesisch-philippinischen Wirtschafts- und Handelsforums sprechen.

Einen Tag zuvor hatten chinesische Unternehmen 73 Handelsvereinbarungen über den Kauf von Obst und anderen Produkten im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, wie der China News Service berichtete.

Bilateraler Handel entwickelt sich positiv

Nach Angaben von Chinas Botschafter auf den Philippinen, Zhao Jianhua, sind die Vereinbarungen ein Versuch, den Handel zwischen beiden Ländern ins Gleichgewicht zu bringen. Sie seien eine Folge von Rodrigo Dutertes Staatsbesuch in China im vergangenen Oktober. Beobachter rechnen damit, dass die Vereinbarungen nur die ersten von vielen Weiteren sein werden, da China mehr Chemikalien und vergleichbare Produkte importieren möchte.

Nach Dutertes Staatsbesuch in China im vergangenen Jahr haben sich die bilateralen Beziehungen deutlich verbessert. Zuvor waren die bilateralen Beziehungen von dem Schiedsverfahren zum Südchinesischen Meer beeinflusst worden. Duterte, der seit Juni Präsident der Philippinen ist, hat zudem seine Teilnahme am Belt and Road Forum for International Cooperation zugesagt, das im Mai stattfindet. In den vergangenen fünf Monaten erreichte das Handelsvolumen 100 Millionen US-Dollar, nachdem China seine Obstimporte aus dem Pazifikstaat erhöht hatte.

Zhou Fangyin, Professor für Außenpolitik am Guangdong Institute for International Strategies sagte, die korrekte Handhabung des Streits um Südchinesischen Meer habe eine solide Grundlage für den Ausbau des bilateralen Handels geschaffen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern würden weit mehr umfassen als den Streit um das Südchinesische Meer. Die Handelskooperation zwischen beiden Staaten werde helfen, das Problem zu lösen, fügte Zhou hinzu.

Quelle

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