Wochenrückblick

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Manila, Philippinen – Eine Meldung in dieser Woche hat uns nun doch wie ein Blitz getroffen. Eigentlich könnte man diese Meldung mit „Studien im Wandel der Zeiten“ überschreiben.

Eine Studie der Kommission für Bevölkerung (Popcom) hat angeblich ergeben, dass das Internet und die sozialen Medien daran Schuld sind das auf den Philippinen zu viele junge Mädchen bereits Mütter sind.

Nun gut in meiner Generation haben wir in der Schule noch gelernt dass Babys durch ungeschützten Sex entstehen. Aber das war eine andere Zeit und in einem anderen Land.

Die Philippinen haben wieder einmal die Chance verpasst die Jugend über Sex aufzuklären, der Vorschlag der Gesundheitsministerin, kostenlos Kondome an Schulen zu verteilen wurde gnadenlos von abgeschmettert. Die Aufklärung in den Schulen des Landes ist rudimentär. Die Pille, die es jetzt kostenlos für die Armen gibt, ist genauso wenig akzeptiert wie das Kondom. Einer weiteren Bevölkerungsexplosion und Verbreitung von Geschlechtskrankheiten steht nun nichts mehr im Weg.

Die philippinische Polizei will in diesem Jahr 5.000 Polizisten, mehr zum Schutz von Urlaubern und Touristen einsetzen. Waren es im letzten Jahr 65.000 Polizisten, sollen es in diesem Jahr 70.000 sein. Nach Meinung des Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte ist das Land seid seinem Krieg gegen illegale Drogen sicherer geworden. Da fragt man sich wozu denn mehr Polizisten und nicht weniger. Doch diese Frage wird wohl unbeantwortet bleiben.

Sanken in den letzten Jahren, die Fälle von Menschenrechtsverletzungen durch Polizisten, kontinuierlich, stieg die Zahl im ersten Quartal diesen Jahres wieder rapide an. Vom 1. Januar bis zum 30. März wurden bereits 56 Fälle von Menschenrechtsverletzungen gezählt, dazu gehören willkürliche Verhaftungen, Folter, Vergewaltigung und Körperverletzungen.

Die Polizisten brauchen sich vor Strafverfolgung nicht zu fürchten, selbst bei erwiesenem Mord gewährt der Präsident der Philippinen, noch vor Prozessbeginn Begnadigung und Beförderung.

Redaktion

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