Auf den Philippinen werden Menschen gekreuzigt

Manila, Philippinen – Auf den Philippinen nimmt die Tradition der Nachstellung des Kreuzganges extremere Ausmaße an. In San Pedro Cutud ziehen mehrere Männer zunächst barfuß und unter sengender Hitze mit Holzkreuzen durch die Straßen oder schlagen sich den Rücken mit an Peitschen befestigten Glasstücken blutig. Manche tragen Dornenkronen. In San Juan ziehen Schauspieler in altertümlichen Soldatenkostümen auf, um die Teilnehmer zum Kreuz zu begleiten.

Helfer treiben Nägel durch Handflächen und Füße der Männer, die auf kleinen Stützen ruhen. Die riesigen Kreuze werden dann aufgerichtet. Die durch die Nägel verursachten Wunden heilen innerhalb weniger Wochen. Bleibende Schäden oder größere Verletzungen sind nach Angaben von Teilnehmern und Veranstaltern nicht bekannt.

Die katholische Kirche kritisiert diesen blutigen Brauch seit Jahren, tut nach Angaben von Kritikern aber wenig, um ihn zu stoppen.

Quelle

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