Duterte befiehlt: Zehn Inseln im Südchinesischen Meer schnellstmöglich erobern

Manila, Philippinen – Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat bekannt gegeben, eine Reihe von Inseln im Südchinesischen Meer erobern zu wollen. Laut dem russischen Politikexperten Dmitri Mosjakow hat dies mit dem jüngsten „Muskelprotzen“ der USA zu tun.

Anfang April verkündete Duterte bereits, er wolle persönlich eine der Spratly-Inseln besuchen und dort die philippinische Flagge heben. Damit erklärte er praktisch eine Konfrontation mit China, das seinerseits das ganze Südchinesische Meer beansprucht. Peking äußerte schnell seine „Besorgnis“ in diesem Zusammenhang. Anschließend lehnte der philippinische Staatschef eine Reise ab und sagte: „China kann sich beruhigen. Wir sind Freunde und haben keine Absicht, einen Krieg mit ihm zu führen.“

Am 15. April teilte jedoch Duterte in Katar mit, er habe der Armee befohlen, schnellstens zehn unbewohnte Spratly-Inseln zu erobern, die Manila als die Kalayaan-Inseln bezeichnet.

„Diese Inseln sind das Eigentum der Philippinen. Zurzeit versuchen alle, sich irgendein Stück Land im Südchinesischen Meer zu schnappen. Und wenn wir nicht schnell handeln, bleibt uns nichts“, so der Präsident.

Zum gleichen Zeitpunkt berichteten Medien, dass die Streitkräfte der Philippinen und der USA im Mai gemeinsame Übungen durchführen werden. Dabei erklärte Duterte erst Ende 2016, jegliche Militärkooperation mit Washington werde gestoppt.

Laut dem Politikexperten Dmitri Mosjakow versucht der philippinische Staatschef seit seinem Amtsantritt zwischen China und den USA zu balancieren. Dabei analysiere Duterte, wer in der Perspektive mehr Möglichkeiten zum Dominieren haben werde. Zuerst habe er zu Peking geneigt, so Mosjakow, aber in letzter Zeit habe sich dies im Zusammenhang mit dem US-Luftangriff in Syrien, dem Start der Megabombe in Afghanistan sowie den Ereignissen nahe der Koreanischen Halbinsel verändert.

Die Politik Washingtons verändere sich drastisch und das Weiße Haus habe seine Bereitschaft gezeigt, sich i

„Somit macht auch Duterte eine neue Wende und stellt die Kooperation mit den USA wieder auf den ersten Platz. Die klassische Politik der Balance, die im Wesentlichen einen sofortigen Charakter trägt, wird zum Markenzeichen der Außenpolitik Manilas“, erläuterte er im Sputnik-Interview.

Dabei bleibe der philippinische Staatschef selbst ein Realist, der vernünftig die geeignetste Umgebung für sein Land bewerte und die Außenpolitik in Bezug auf die Veränderungen forme, die im Laufe des globalen Kampfes zwischen den USA und China entstünden, schloss der Experte.

Quelle

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