Prostitution auf den Philippinen – Das Erbe der amerikanischen Soldaten

Der pädophile Australier Peter Scully

Manila, Philippinen – Nach Thailand sind die Philippinen das beliebteste Land für Prostitution in Südostasien, Hunderttausende von Mädchen verkaufen täglich ihren Körper für ein paar Euro, Dollar oder Peso.

Doch es gibt große Unterschiede zur Prostitution in Europa oder Amerika. Der grösste Unterschied ist wohl, dass Prostitution auf den Philippinen verboten ist, sogar der Verkauf von pornografischen Material, wie Videos, Bilder oder Magazinen wird unter Strafe gestellt. Deshalb gibt es auf den Philippinen auch keine Zuhälter, wie man es vielleicht aus Deutschland kennt. Auf dem Archipel werden die Mädchen auf andere Art und Weise zur „Arbeit“ gezwungen.

Der wichtigste Beweggrund, den eigenen Körper an vermeintliche reiche Ausländer zu verkaufen, ist das schnelle Geld, das dringend benötigt wird die eigene Familie in der entfernten Provinz zu unterstützen. „Unterstützt“ werden die zum Teil sehr jungen Mädchen von sogenannten Mama San`s oder Papa San`s, die den Mädchen den Einstieg in das Milieu ermöglichen, ihnen Starthilfe geben und zumeist auch eine Unterkunft. Das alles aber nicht umsonst. Von jedem Freier der das Mädchen aus einer Bar, für eine Nacht auslöst, muss das Mädchen in der Regel 50 Prozent des Verdienstes abgeben.

Damit das ganze nicht als Prostitution gilt haben sich die Barbesitzer etwas einfallen lassen, offiziell gelten die Mädchen als Tänzerinnen und Animiermädchen, wenn ein Mädchen mit einem Freier mitgeht, hat das mit der Tätigkeit in der Bar offiziell nichts zu tun.

Doch der karge Lohn den ein Mädchen in einer Bar mit der offiziellen Tätigkeit verdient reicht nicht für den eigenen Lebensunterhalt und schon gar nicht, die entfernte Familie zu unterstützen.

Trotzdem diese Tätigkeit nicht als Prostitution gilt müssen sich die „Tänzerinnen“ einmal wöchentlich auf Geschlechtskrankheiten untersuchen lassen. Nur wenn diese Untersuchung stattgefunden hat, ist es ihr erlaubt eine spezielle ID zu tragen, die in den Bars vorgeschrieben sind.

Wie in jedem anderen Land gibt es aber auch die sogenannten „Freelancer“, das sind Mädchen die ihren Körper als Straßenmädchen verkaufen, ohne Schutz und ohne ärztliche Untersuchungen. Viele Mädchen nutze diese Tätigkeit als Zusatzeinkommen, speziell an den Wochenenden.

Es gab und gibt immer wieder Versuche von staatlichen Stellen und von Hilfsorganisationen den Strom von Prostituierten, besonders in den Hotspots einzudämmen, doch bisher sind die Erfolge überschaubar. Grund hierfür ist die Armut in den Provinzen, viele Mädchen kommen von Leyte, Samar und von Mindanao. Dort gibt es kaum Arbeit und wenn zu einem Hungerlohn, der kaum reicht eine Person zu ernähren, geschweige denn eine ganze Familie.

Die grössten Hotspots sind in der Regel dort wo früher US Militärbasen bestanden, wie Angeles City, Subic, Cebu City und natürlich in der Hauptstadt der Philippinen, Manila. Aber es gibt noch viel mehr, die Bars, und damit die Mädchen zieht es immer mehr zu den Touristen Hotspots.

Ein noch grösseres Problem auf den Philippinen ist die Kinderprostitution, in dem Land treiben sich mehr Pädophile herum als in jedem anderen Land. Auch hier ist der Hauptgrund die Armut. Was aber kaum zu glauben ist, Eltern oder nahe Verwandte verkaufen die Opfer, für ein paar Dollar an Ausländer. Bekanntestes Beispiel ist sicherlich der Australier Peter Scully, dem es möglich war einen Pädophilien-Ring aufzubauen. Nicht nur dass er Kinder missbrauchte und missbrauchen lies, er filmte die Perversitäten und verkaufte die Streams im Internet. Leider gab es dafür auch weltweit genügend Interessenten. Scully wurde zwar zwischenzeitlich verhaftet, aber es treiben sich noch viel zu viele Pädophile in dem Land herum.

Ein weiteres Thema sind die „Früchte der Liebe“, die durch den ungeschützten Verkehr entstehen. Jährlich werden auf den Philippinen Tausende von Kinder geboren, deren Väter ihren Spaß ohne Kondom haben wollten, sich aber anschließend ihrer Verantwortung entzogen, bewusst oder unbewusst. Oft wissen die Mädchen auch nicht wer der Vater ihres Kindes ist. Die Kinder werden dann in die Provinzen abgeschoben, nicht weil man sie vielleicht nicht will, sondern weil sie einfach nicht zum eingeschlagenen Lebensstil passen und irgendjemand muss sich ja um die Kinder kümmern. Allerdings muss man auch mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen, in der Presse und von sogenannten Rettern wird oft behauptet, die Kinder seien durch ihre Herkunft oder Hautfarbe benachteiligt. Bei unseren Recherchen konnten wir dies nicht beobachten, im Gegenteil. Auf den Philippinen gilt eine helle Hautfarbe als etwas positives, je heller desto besser. Die Frauen erzählen zu Hause auch nicht dass das Kind durch ihr Arbeit als Prostituierte entstand, sondern dass ihr ausländischer „Boyfriend“ sie verlassen habe. Die Kinderliebe auf den Philippinen ist weltbekannt und macht auch nicht vor diesen Kindern halt.

Die Arbeit als „Tänzerin“ dauert in der Regel nicht lange, die meisten arbeiten kaum 10 Jahre in verschiedenen Bars, was bleibt sind ein, zwei oder 3 ungewollte Kinder. Zum Ansparen von Vermögenswerten kommen die wenigsten, meist geht das ganze Geld für die Unterstützung der Familien drauf.

Redaktion

 

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