Bischöfe rufen zu „Marsch gegen die Todesstrafe“ auf

Erzbischof Socrates Villegas

Manila, Philippinen –  Die Philippinische Bischofskonferenz hat die Priester des Landes aufgerufen, den vor einer Woche gestarteten „Marsch gegen die Todesstrafe“ zu unterstützen. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Erzbischof Socrates Villegas, sagte laut katholischer Presseagentur „Ucanews“ (Mittwoch): „Unsere Laien engagieren sich mehr und mehr für gesellschaftliche Anliegen. Als Pastoren ist es unsere Pflicht, sie zu ermutigen, zu segnen und andere Laien aufzufordern, sich der Mission zur gesellschaftlichen Transformation anzuschließen.“ Die Bischöfe, durch deren Diözesen der Demonstrationszug führt, forderte Villegas zur „Gastfreundschaft“ auf.

Hunderte Arbeiter, Bauern, Fischer, Indigene und Aktivisten waren am 4. Mai zu einem 21 Tage dauernden „Marsch gegen die Todesstrafe“ von Cagayan de Oro City auf Mindanao nach Manila aufgebrochen. Am 21. Mai soll der von der Caritas der Philippinen unterstützte Marsch mit einem ökumenischen Gottesdienst im „Luneta Park“ in Manila seinen Höhepunkt erreichen. Unterwegs wollen die Teilnehmer Bürgerrechtsgruppen einladen, sich der Demonstration anzuschließen.

Das Repräsentantenhaus der Philippinen hatte im März die Wiedereinführung der 2006 abgeschafften Todesstrafe beschlossen. Derzeit berät der Senat, die zweite Parlamentskammer, das Gesetz. Zahlreiche Ortskirchen, darunter die Österreichische Bischofskonferenz, haben bereits gegen die menschenrechtswidrigen Politikvorhaben und -praktiken der seit 2016 im Amt befindlichen Regierung von Rodrigo Duterte protestiert.

Quelle

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