Bischöfe befürworten Cannabis gegen Schmerzen

Die Bischöfe der Philippinen befürworten eine Legalisierung von Cannabis in engen Grenzen. Der Drogenkonsum sei in Gewissen Fällen der Schmerztherapie verantwortbar. Damit unterstützen sie eine Minderheitenposition.

Manila, Philippinen – Die katholischen Bischöfe der Philippinen sind für die Freigabe von Cannabis innerhalb enger Grenzen. Ein Einsatz der Droge für Schmerztherapien sei dann verantwortbar, wenn keine Alternative mit geringeren Risiken zur Verfügung stehe, heißt es in einer Erklärung der Bischofskonferenz. Die Anwendung könne auch in Fällen angezeigt sein, in denen es nicht um eine Erkrankung in der letzten Lebensphase gehe.

In jedem Fall gelte das Gebot der Verhältnismäßigkeit. Drogenkonsum allgemein bleibe aus katholischer Sicht mit Blick auf die Gesundheitsgefährdung, das Suchtpotenzial und soziale Folgen verwerflich, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Socrates Villegas.

Im philippinischen Parlament liegt derzeit ein Gesetzentwurf zur Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken vor. Die Initiatoren wollen das Gesetz noch vor den Wahlen im Frühjahr 2016 durchbringen. Laut philippinischen Medien fände das Gesetz augenblicklich allerdings keine Mehrheit: Nur rund 100 der 289 Abgeordneten befürworteten einen therapeutischen Cannabis-Einsatz.

Quelle

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