Mit Kopftüchern getarnt: Muslime retten 44 Christen vor IS-Kämpfern

Manila, Philippinen – Seit Wochen herrscht Kriegsrecht in der philippinischen Provinz Mindanao. Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates versuchen die Region in eine asiatische IS-Provinz zu verwandeln. Sie exekutieren Christen, welche in diesem Teil der Philippinen eine Minderheit darstellen.

Um dies zu verhindern, schlossen sich nun in der Stadt Marawi Muslime zusammen, wie die „SZ“ berichtet. Ein ehemaliger Vizegouverneur und angesehener Bürger Marawis soll mehr als 70 Menschen bei sich zuhause vor dem IS versteckt haben. 44 davon Christen. Als die Vorräte ausgingen, beschloss Norodin Alonto Lucman mit den Menschen zu fliehen, so das Blatt weiter.

Doch klar war: Die Flucht wird gefährlich, besonders für die Christen. Denn laut „SZ“ wären sie sofort getötet worden, hätten IS-Kämpfer sie als Christen identifiziert. Deshalb legten sich die christlichen Frauen Kopftücher um, die Männer stellten sich neben muslimische Frauen. Man brachte ihnen den Ausruf „Allahu Akbar“ bei, sie sollten unter keinen Umständen etwas Anderes sagen.

So konnten muslimische Zivilisten ihre christlichen Mitbürger heil aus Marawi führen. Eine Frau sagte, sie könne „ihr Glück kaum fassen“. Ein Teil der Geflüchteten fand laut „SZ“ Zuflucht in einer Provinzverwaltung, die als Auffanglager dient.

Quelle

 

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