Reederei Maersk von Cyber-Attacke lahm gelegt – Tausende philippinische Kunden betroffen

Manila, Philippinen – Die IT-Systeme der Containerreederei sind von Unbekannten per Verschlüsselungssoftware angegriffen worden.

Die dänische Containerreederei Maersk ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Wie „Spiegel Online“ berichtete, haben Hacker den Betrieb der Reederei massiv gestört. Auf seiner Homepage und über Twitter bestätigte das Unternehmen inzwischen, dass es zu einem Angriff gekommen ist, der die IT-Systeme an mehreren Standorten und in verschiedenen Geschäftsbereichen lahmgelegt habe.

Nicht alle Geschäftsbereiche gestört, Schiffe manövrierfähig

Man arbeite mit IT-Partnern und globalen Cyber-Security-Agenturen an einem technischen Wiederherstellungsplan, so Maersk. Derzeit sei eine Reihe von Systemen heruntergefahren, um das Problem zu beheben. Die Unternehmensbereiche Maersk Oil, Maersk Drilling, Maersk Supply Services, Maersk Tanker, Maersk Training, Svitzer und MCI waren am Mittwochmorgen laut Maersk betrieblich nicht von der Attacke betroffen. „Es wurden Vorkehrungen getroffen, um den Betrieb zu gewährleisten“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Auch die Schiffe der Maersk Line seien manövrierfähig, in der Lage zu kommunizieren und die Besatzungen sicher. Der Terminalbetreiber APM-Terminals, der ebenfalls zur Maersk-Gruppe gehört, sei allerdings in einigen Häfen von dem Angriff betroffen. Maersk arbeite daran, „die Auswirkungen auf unsere Aktivitäten, Kunden und Partner zu minimieren“.

Auch 2 Wochen nach dem Hackerangriff warten Tausende von Containern auf ihre Auslieferung in philippinischen Häfen.

Quelle

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