Thilo Mischke – Dahin, wo’s weh tut

Thilo Mischke begleitet einen Polizisten in die Slums von Manila, wo man nicht weiß, ob man mehr Angst vor der Gegend oder der Staatsmacht haben muss. Auf den Philippinen führt Präsident Rodrigo Duterte einen brutalen Kampf gegen Drogendealer und Konsumenten.

Thilo Mischke reist für die zweite Staffel seines Reportage-Magazins „Uncovered“ wieder zu jenen Orten, an die sich andere Reporter nicht trauen. Mit dabei: die Drogenhölle von Manila oder Gefahren-Tourismus in Somalia.

Im Juni 2016 wurde Rodrigo Duterte zum Präsidenten der Philippinen gewählt. Zentrales Wahlversprechen des kernigen Politikers war es, sein Land „drogenfrei“ zu machen. Seitdem forderte sein „war on drugs“ etwa 8.000 Todesopfer. In der Regel sind es Kleindealer und Süchtige, die von regelrechten Killerkommandos in den nächtlichen Straßen Manilas zur Strecke gebracht werden. Für „Uncovered: Rausch – Thilo Mischke auf der Spur der Drogen“ taucht der Reporter in jene bedrohliche Welt ein und folgt mit einem vertrauten Einheimischen der nächtlichen Spur der Gewalt. Was passiert da eigentlich in diesem Land?

Vier weitere Reportagen führen den furchtlosen Reporter, der äußerlich wie eine Mischung aus sensiblem Skater und harmlosen Berlin Mitte-Hipster daherkommt, zu Kartellen nach Mexiko, modernen Hobos in den USA, Gangs in Neuseeland, Peschmerga-Soldatinnen im Nordirak sowie Gefahrentouristen in brandgefährlichen Ländern wie Somalia.

Das von Mischkes eigener Firma produzierte „Uncovererd“, das in der ersten Staffel schon sehr gute Quoten einfuhr, kann sich in Staffel zwei noch einmal sichtlich steigern.

Die Geschichten werden sachlicher erzählt, das Gefahrenpotenzial für Mischke weniger offensichtlich herausgestellt. Das Seriöse tut dem Format gut, denn Mischkes Reportagen sind wild genug, dass sie keine Inszenierung nötig haben.

Quelle: weser-kurier.de

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