Geistliche Besucher haben eine Mission

Zwei Besucher von den Philippinen waren in Hultrop und Büninghausen auf Spurensuche. Dabei interessierten sich Nestor Adalia, Generalvikar des Bistums Calapan von der Insel Mindoro, und Pater Ewald Dinter (Steyler Missionar) für Heimat und Familie von Wilhelm Finnemann.

Der gebürtige Büninghauser war Gründungsbischof der Diözese von Mindoro und starb während des Zweiten Weltkriegs. Die Diözese will nun die Seligsprechung von Finnemann vorantreiben.

Die beiden Geistlichen waren vom Erzbischof Hans-Josef Becker zu den Libori-Feierlichkeiten nach Paderborn eingeladen worden und nutzen die Gelegenheit zu einem Besuch in Lippetal. Schließlich jährt sich der „Märtyrertod“ von Bischof Wilhelm Finnemann zum 75. Mal. Hier trafen sie sich zunächst mit den Nachfahren des Bischofs.

Die Familien Finnemann, Schäfer und Griese begrüßten die beiden Geistlichen, die zusammen mit Andreas Watzek aus dem Generalvikariat des Erzbistums Paderborn und Pfarrer Dr. Gerd Best nach Büninghausen gekommen waren. Bernhard Finnemann (88) hatte mit seinem Sohn Heinz und seiner Ehefrau Beate zum Abendbrot ins Geburtshaus seines Onkels, Bischof Wilhelm Finnemann, eingeladen.

Generalvikar Nestor Adalia berichtete von seinem Werdegang in seiner Diözese auf Mindoro, einer von 7000 Inseln der Philippinen. Er war dort einer der ersten Geistlichen, die zum Priester geweiht wurden. Eigentlich wollte er Steyler Missionar werden, aber nach der Vorstellung des Ordens sollte dort eine heimische Kirche mit den dazugehörigen Strukturen entstehen. In seiner Ausbildung habe er viel von der deutschen Mentalität profitiert und dabei sehr eng mit Pater Ewald Dinter zusammengearbeitet, betonte er. Ihm sei es deshalb ein großes Bedürfnis gewesen, die Familie des von ihm verehrten Bischofs Finnemann kennen zu lernen.

Quelle

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