Duterte wiederholt „ich werde die Polizisten, die Espinosa getötet haben“ begnadigen

Manila, Philippinen – Was für eine Heldentat, 19 Polizisten dringen in die Zelle des unbewaffneten Bürgermeisters von Albuera, Leyte ein und erschiessen ihn und gleich noch einen unliebsamen Zeugen, dessen einziger Fehler war den Mord gesehen zu haben.

Anstatt die beteiligten Polizisten wie alle anderen Mörer zu behandeln, werden die Anklagen von gemeinschaftlichen Mord auf Todschlag herabgesetzt. Ohne einen Verhandlungstag, ohne entlastende Beweise. Aber das Heldenstück geht noch weiter, Tausende von Filipinos sitzen wegen geringerer Delikte in überfüllten Gefängnissen, die 19 Polizisten kommen trotz des Vorwurfs des Todschages auf Kaution frei. Kehren als Polizisten auf ihre Posten zurück.

Und nun wiederholt Präsdent Rodrigo Duterte sein Versprechen an die Helden der Tat, egal was passiert er werde die 19 Polizisten begnadigen.

„Aber ich gebe Ihnen eine Vorankündigung: die Verfassung, sagt der Präsident kann einen Verbrecher begnadigen, entweder bedingte oder absolut“, sagte Duterte in einer Rede während der Feier des 116. Gründungstag des Polizeidienstes.

Bereits im April sagte Duterte, er werde Superintendent Marvin Marcos und die anderen 18 Polizisten, die an dem Mord beteiligt waren, nicht nur begnadigen sondern auch noch Befördern.

So werden aus feigen Mördern, auf den Philippinen Helden. Da kann man sich Gerichte sparen, wenn unbewaffnete Verdächtige bereits in ihrer Zelle abgeknallt werden.

Quelle

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