Eishockey in Manila: Die „Mighty Ducks“ – „Wir haben gute Chancen auf eine Medaille“

Wenn die Tore des Einkaufszentrums schließen und die letzten Besucher gehen, legen Francois Gautier und seine „Mighty Ducks“ erst so richtig los.

Manila, Philippinen – Wenn die Tore des Einkaufszentrums schließen und die letzten Besucher gehen, legen Francois Gautier und seine „Mighty Ducks“ erst so richtig los. Im schwülen Manila bereiten sich die philippinischen Eishockey-Cracks auf die Südostasienspiele (20. bis 24. August) in Malaysia vor. Das Ziel: Eine Medaille. „Wir haben gute Chancen. Die anderen Teams sehen uns als Bedrohung“, sagte Gautier der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Mit den Mannschaftskollegen lebt der Franko-Filipino seinen Traum – inspiriert vom gleichnamigen US-Film von 1992, in dem eben jene Mighty Ducks über sich hinauswachsen und Unvorstellbares leisten. Ähnlich erging es auch dem Nationalteam, das lange Zeit ein Schattendasein fristete und mittlerweile mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung erfährt.

„Wir schreiben hier jeden Tag Geschichte“, sagte Gautier, der seine Sportart rund um Manila noch in den Kinderschuhen sieht. Vor allem Basketball ist auf den Philippinen deutlich populärer, das Training der „Ducks“ dagegen auch wegen fehlender Eishallen kompliziert.

Doch genau das ist für Gautier auch ein Anreiz. „Jeder einzelne von uns, egal, ob Spieler oder Trainer, hinterlässt hier seine Spuren“, sagte er: „Es ist ziemlich befriedigend, etwas mit aufzubauen und nicht in einem System zu spielen, das bereits existiert.“

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