Duterte unter Druck – „Ein Toter zu viel“

Manila, Philippinen – Nach Protesten aus der Bevölkerung sah sich der Präsidentenpalast gezwungen am Samstag, 19. August 2017 eine Erklärung zum Tod eines 17-jährigen Schülers abzugeben.

Der 17-jährige Kian Loyd Delos Santos wurde am Donnerstag, 17. August 2017 von 4 Polizisten getötet, die Beamten behaupteten der Junge hätte auf sie geschossen. Überwachungskameras und Zeugen beweisen jedoch, dass die Polizisten ihr Opfer erst verprügelten, ihm anschließend eine Waffe in die Hand drückten und ihn aufforderten um sein Leben zu laufen.

Die 4 Beamten wurden am Freitag von ihren Posten enthoben und suspendiert.

Bereits am Freitag forderte der Senat eine Untersuchung des Vorfalls, doch die Proteste aus der Bevölkerung ebbten nicht ab. Besonders in den sozialen Medien wurde der „Amoklauf der Polizisten“, der innerhalb von 3 Tagen in der Provinz Bulacan und in Metro Manila, mehr als 80 Tote forderte schwarf angegriffen.

Am Samstag sagte der Sprecher des Präsidenten, Ernesto Abella, „der Tod des 17-jährigen sei ein Toter zu viel“.

Das Justizministerium hat das National Bureau of Investigation aufgefordert den Tod des 17-jährigen Kian Loyd Delos Santos zu untersuchen.

Präsident Rodrigo Duterte hat sich bisher nicht zu dem Fall geäußert, in der Vergangenheit hatte Duterte „seine“ Polizisten vor jeglicher Strafverfolgung geschützt. So sind 19 Polizisten, die den Drogenverdächtigen Bürgermeister Espinosa in seiner Zelle kaltblütig ermordeten, nicht nur aus dem Gefängnis entlassen worden, sie konnte ihre Posten als Polizisten wieder antreten.

Redaktion

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