Katholische Kirche fordert Ende des Drogenkriegs der Polizei

Manila, Philippinen – Auf den Philippinen hat die einflussreiche katholische Kirche ein Ende der Tötungen mutmaßlicher Drogenhändler durch die Polizei gefordert.

In einer Botschaft, die landesweit in den Gottesdiensten verlesen wurde, schrieb Kardinal Tagle, das illegale Drogenproblem solle nicht auf eine politische Frage reduziert werden. Vielmehr sei es ein menschliches Problem, das alle betreffe. Der seit gut einem Jahr amtierende Präsident Duterte billigt im Kampf gegen Drogenkriminalität ausdrücklich Selbstjustiz. In den vergangenen 14 Monaten hat die Polizei nach eigenen Angaben bereits mehr als 3500 Menschen getötet. Allein in der vergangenen Woche wurden landesweit 76 mutmaßliche Drogenhändler von der Polizei getötet, darunter ein 17-jähriger Junge. Amnesty International und andere Organisationen sprechen von massiven Menschenrechtsverletzungen auf den Philippinen.

Quelle

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