Gesetzentwurf auf den Philippinen könnte Nickelangebot abermals beeinträchtigen

Manila, Philippinen – Die Metallpreise steigen scheinbar unbeirrt weiter, so die Analysten der Commerzbank.

Der LME-Industriemetallindex habe gestern mit über 3.200 Punkten den höchsten Wert seit fast drei Jahren erreicht. Es würden sich mittlerweile aber die Stimmen mehren, die die Preise für spekulativ übertrieben halten würden. So zum Beispiel Codelco, der weltweit größte Kupferminenproduzent aus Chile. Laut Aussagen von Codelco sei vor allem der Kupferpreis übertrieben hoch und die Preiszuwächse der letzten Monate nicht nachhaltig. In den vergangenen Wochen habe schon der Verband der chinesischen Eisen- und Stahlhersteller gesagt, dass der Preisanstieg von Stahl nichts mehr mit dem fundamentalen Umfeld zu tun hätte. Nickel habe gestern um 2% zugelegt und zeitweise fast 11.900 USD je Tonne gekostet.

Auf den Philippinen hätten Abgeordnete einen Gesetzentwurf eingereicht, der vorsehe, dass in Wassereinzugsgebieten keine Rohstoffe mehr abgebaut werden dürften und der Export von unbehandelten Erzen verboten werden solle. Letzteres solle den Aufbau einer Verarbeitungsindustrie auf den Philippinen begünstigen. Zudem bleibe das Verbot des Tagesbaus noch bestehen. Die Agentur für Bergbau und Geowissenschaften im Umwelt- und Ressourcenministerium habe vor kurzem allerdings die Aufhebung dieses Verbots vorgeschlagen.

Laut einem Bericht der Financial Times erwäge die LME, einen Futures-Kontrakt auf Lithium einzuführen, um der erwartet hohen Nachfrage nach diesem Metall für Elektroautos gerecht zu werden. Einen Zeitrahmen hierfür gebe es aber noch nicht.

Quelle

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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village