Der Wochenrückblick

Manila, Philippinen – 30 Jahre lang hat die Familie Marcos abgestritten, dass der verstorbene Diktator Ferdinand Marcos Milliarden ins Ausland gebracht zu haben. In den ganzen Jahren konnten alle Regierungen in Manila gerade mal Brotkrummen aufspüren. Der Familie konnte man nichts anhaben, das hätte sich jetzt ändern können. Präsident Duterte hatte in dieser Woche angekündigt, dass die Familie einen Teil des Schatzes, der aus Schmuck, Bargeld und Goldbarren besteht, zurückgeben will. In jedem Rechtstaat hätten in dieser Woche die Handschellen im Hause Marcos geklickt. Immerhin hat die Familie jetzt offiziell zugegeben dass es einen solchen Schatz gibt und sie weiß wo er sich befindet. Schätzungen gehen von 5 – 10 Milliarden US Dollar aus, die der Diktator in den 20 Jahren seiner Herrschaft dem Volk gestohlen hat.

Marawi steht kurz vor der endgültigen Befreiung, nach mehr als 100 Tagen und 800 Toten. Und die Zahl der Opfer wird noch steigen, die Terroristen haben nichts mehr zu verlieren, außer ihr Leben und das einzige Faustpfand das sie noch haben, ihre Geiseln.

Nur der Umsicht des Militärs ist es zu verdanken, das bisher nur wenige Zivilisten ums Leben kamen, man kann nur hoffen, dass die Geiseln nicht geopfert werden.

Aber was passiert nach Marawi? Solange die ethnischen, religiösen und sozialen Probleme auf den Philippinen nicht gelöst werden, ist nach Marawi vor Marawi. Der IS ist nur eine Rebellengruppe, die auf den Philippinen agiert, alleine auf Mindanao gibt es etwa 20 Separatistengruppen, die für unterschiedliche Ziele kämpfen. Einige von ihnen tragen den Konflikt in andere Landesteile, bis hin zur Hauptstadt, Manila.

Und noch weitere gute Nachrichten erreichte die Redaktion des Philippinen Magazins in dieser Woche. Die strikte Quarantäne, der von der Vogelgrippe betroffenen Höfe, hat dafür gesorgt, dass sich der Virus nicht ausbreiten konnte. Und der Virus ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Redaktion

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