Der Wochenrückblick

Manila, Philippinen – In dieser Woche haben sich die Ereignisse überschlagen. Der Sohn des Präsidenten, Paolo Duterte kommt immer weiter in Bedrängnis, es ist noch nichts bewiesen, aber es sieht so aus, dass er nicht nur Korrupt ist, sondern auch noch Verbindung zum internationalen Drogenkartell hatte.

Präsident Duterte hatte zwar mehrmals angekündigt zurückzutreten, wenn sein Sohn in illegalen Geschäften verwickelt sein sollte, werde er sofort zurücktreten, doch für alle Fans des Präsidenten, Duterte hat schon öfters Versprechen gegeben und gebrochen. Und die meisten Verfahren dauern auf den Philippinen Jahre, sogar Jahrzehnte.

Die Hammermeldung in dieser Woche war, die Ilocanos haben einen zusätzlichen, arbeitsfreien Feiertag, Präsident Duterte hat für die Provinz, in der der Diktator Ferdinand Marcos geboren wurde ein entsprechendes Gesetz erlassen. Am Montag haben die Anhänger des verstorbenen Diktators die Möglichkeit den 100. Geburtstag ihres Idols zu feiern. Man fragt sich allerdings was machen die Tausenden Opfer der Marcos Diktatur an diesem Tag, was haben sie zu feiern? Aber es wird noch schamloser, die Provinz Ilocos Norte ist dem Marcos-Clan nicht genug, gefeiert werden soll der runde Geburtstag auf dem Heldenfriedhof in Manila, eine Verhöhnung nicht nur der Opfer der Marcos-Diktatur, es ist eine Beleidigung für alle wirklichen Helden die auf dem Libingan ng mga Bayani beerdigt wurden.

Doch es gibt noch eine Steigerung der Verhöhnung des philippinischen Volkes, der Marcos-Clan erklärt sich bereit, dass von Ferdinand Marcos geraubte Staatsvermögen zurückzugeben, wenn die Familie dafür Immunität erhält. Bisher hat die Familie immer abgestritten Kenntnis über den Verbleib, der bis zu 10 Milliarden US Dollar zu haben. Allein die Ankündigung den Staatsschatz zurückgeben zu wollen ist ein Schuldeingeständnis, in jedem anderen Land wären daraufhin alle Familienmitglieder verhaftet worden, nicht so auf den Philippinen, wo die Familie den Schutz des Präsidenten genießt.

Das Morden auf den Straßen des Archipels nimmt kein Ende. Nachdem innerhalb kürzester Zeit 3 Jugendliche sterben mussten, sah sich der Präsident gezwungen am Freitag eine Erklärung abzugeben. Oh, nein er gestand keine Fehler ein, das ist nicht seine Art, er sprach von einem Komplott gegen ihn.

Kein anderer als Duterte selbst hat der Polizei und der Armee einen Freifahrtschein ausgestellt, er selbst hat mehrmals öffentlich gesagt, die Polizisten sollen den vermeintlichen Tätern eine Waffe in die Hand drücken, damit sie einen Grund haben abzudrücken. Und, Duterte hat 19 Polizisten aus dem Gefängnis geholt und wieder auf ihre Posten gesetzt, die 2  Wehrlose in ihrer Zelle töteten.

Redaktion

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