Zum 100. Geburtstag von Ferdinand Marcos

Ferdinand Marcos war vom 30. Dezember 1965 bis zum 25. Februar 1986 der zehnte Präsident der Philippinen und regierte ab 1972 das Land diktatorisch.

Mit seiner Intelligenz und dem Charisma seiner Ehefrau hätte er es zu einem mustergültigen Staatsmann bringen können. Doch die Diktatur von Marcos und der Schönheitskönigin Imelda Romualdez wurde zum Symbol für Unterdrückung, Nepotismus und Raffgier.

Im Jahr 1965 wurde er Präsident der Philippinen und statt die Korruption zu bekämpfen verdiente er nun Millionen am Verschachern von Privilegien und ging skrupellos gegen Kritiker vor. Als 1972 klar wurde, dass der Oppositionsführer Benigno Aquino die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen gewinnen würde, rief Marcos das Kriegsrecht aus.

Er ließ rund 30.000 Menschen (darunter Oppositionelle, Studenten, Journalisten und Gewerkschafter) in Militärlagern inhaftieren und Privatwaffen konfiszieren. Politische Gegner wurden gefoltert und umgebracht.

Als Aquino 1983 auf die Philippinen zurückkehrte, ließ Marcos den Herausforderer am Flughafen erschießen.

1986 gab es wieder eine neu Wahl, die Marcos durch Betrug gewann. Jedoch wurde er einige Tage später zum Rücktritt aufgefordert. Jedoch wurde er nur von einer Massenkundgebungen der Koalition von „People’s Power“ und der Kirche zum Sturz gebracht.

Corazon Aquino wurde am 25. Februar 1986 als erste Präsidentin der Philippinen vereidigt. Am gleichen Tag ließ sich Marcos in einer einsamen Zeremonie im Präsidentenpalast, in dem er sich noch verschanzte, als Präsident vereidigen, allerdings floh er am selben Abend zusammen mit seiner Familie auf Anraten des US-Senators Paul Laxalt und mit Hilfe der auf den Philippinen stationierten US-Armee nach Guam.

Ferdinand und Imelda Marcos reisten wenig später weiter nach Hawaii, wo Marcos drei Jahre später verstarb.

Redaktion

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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village