Trump verbindet China-Reise mit einem Besuch bei Duterte

Chinesische und amerikanische Spitzendiplomaten wollen sicherstellen, dass der erste Staatsbesuch von US-Präsident Trump in China „reiche Früchte“ trägt. So heißt es in einer Stellungnahme, die das chinesische Außenministerium am Mittwoch veröffentlicht hat.

Manila, Philippinen – Bei seinem Treffen mit US-Außenminister Rex Tillerson in Washington am Dienstag sagte Staatsrat Yang Jiechi, dass Beijing bereit sei, mit Washington zusammenzuarbeiten, um den Erfolg des Besuchs zu garantieren.

In einem Bericht von Reuters, der einen ungenannten US-Beamten zitiert, heißt es, dass Trump wahrscheinlich im November nach China reist, wenn er voraussichtlich auch am US-ASEAN Gipfel und am Ostasien-Gipfel auf den Philippinen und am Gipfeltreffen der Asia Pacific Economic Cooperation in Vietnam teilnehmen wird. Der Bericht geht davon aus, dass Yang und Tillerson bei ihrem Treffen Einzelheiten der geplanten Reise besprochen haben.

Im Kommuniqué, das das Außenministerium nach dem Treffen herausgegeben hat, werde keine Details genannt, aber Tillerson wird dahingegend zitiert, dass Präsident Trump dem Treffen mit Staatspräsident Xi Jinping mit großer Erwartung entgegensieht und die künftige Entwicklung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen mit seinem Gegenüber planen möchte.

Tillerson sagte, dass nach der Eröffnung des Dialogs auf hoher Ebene über Diplomatie und Sicherheit im Juni in Washington, und nach dem Dialog über Wirtschaftsfragen im Juli, die Vereinigten Staaten nun bereit seien, mit China an dem ersten hochrangigen Dialog über soziale und kulturelle Fragen und dem Dialog über Rechtsfragen und Sicherheit im Cyberspace zu arbeiten.

Die USA seien dazu bereit, sich mit China in internationalen und regionalen Fragen auszutauschen und abzusprechen. Der Staatsbesuch ihres Präsidenten in China solle sich so produktiv wie möglich gestalten, so Tillerson.

Die vier Dialoge sind Teil der Vereinbarung zur Schaffung hochrangiger Dialogforen, die Trump und Xi bei ihrem Treffen im April in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida festgelegt hatten.

Yang sagte, dass es im Interesse beider Länder sei und den Erwartungen der internationalen Gemeinschaft entspräche, die günstige Gelegenheit zum Austausch auf hoher Ebene nicht ungenützt verstreichen zu lassen. Die beiden Staaten sollten auf dem Konsens zwischen ihren Oberhäuptern aufbauen. Der Austausch auf unterschiedlichen Ebenen sollte verstärkt, die für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit ausgebaut und die jeweiligen Kerninteressen respektiert werden. Meinungsverschiedenheiten sollten in konstruktiver Weise überwunden werden.

Li Haidong, Professor am Institut für Internationale Beziehungen der China Foreign Affairs University, meint, dass Yangs Besuch dazu diente, die Tagesordnung für das Treffen der beiden Staatsoberhäupter zu besprechen. Nach seiner Einschätzung werde es vor allem darum gehen, die unterschiedlichen Auffassungen zu kontroversen Themen der sino-amerikanischen Beziehungen anzugehen und zugleich sicherzustellen, dass das Treffen als Erfolg gewertet werden kann.

Quelle

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