Trillanes entlarvt Dutertes rufschädigende Lügen

Manila, Philippinen – Da muss jemand 2400 Kilometer fliegen um seine Unschuld zu beweisen, dies tat Senator Antonio Trillanes IV  um den Beweis anzutreten, kein illegales Offshore-Konto bei einer ausländischen Bank zu besitzen.

Vor etwa 10 Tagen behauptete der Präsident Rodrigo Duterte öffentlich, Senator Antonio Trillanes IV besitze im Ausland illegale Offshore-Konten und er werde den Beweis dafür antreten. Das war schon die erste Rufschädigung, eine (falsch) Meldung herauszugeben, bevor man den Beweis dafür antreten kann.

Wir berichteten bereits darüber: Sommertheater in Manila – Duterte vs. Trillanes und Sommertheater in Manila – Trillanes schlägt zurück

Doch damit nicht genug, wenige Tage später behauptete der Präsident wieder der Senator besitze illegale Konten im Ausland und präsentierte der Öffentlichkeit angebliche Konten und  Kontostände. Unter anderem bei einer Filiale der DBS Bank in Singapur, wo Traillanes angeblich 193.000 (in unbekannter Währung) auf dem Konto mit der Nummer 178000296012 besitzen sollte.

Diese rufschädigenden Behauptungen konnte und wollte der oppositionelle Politiker und politische Gegner Dutertes nicht auf sich sitzen lassen, er flog am Montagnachmittag nach Singapur und wurde heute Morgen, 19. September 2017 bei der besagten Filiale vorstellig.

Bereits im Vorfeld verzichtete Traillanes beim Anti-Geldwäsche-Rat, des philippinischen Senats auf sein Bankgeheimnis und lud Ermittler ein alle seine Konten zu untersuchen. doch das reichte Präsident Duterte noch nicht, er behauptete, Traillanes hätte die Konten mit seinem zweiten Vornamen „Fuentes“ eröffnet, sowie mit angeblicher Hilfe von chinesischen Partnern.

Heute Morgen erkundigte sich der rufgeschädigte Senator bei der DBS Bank und fragte nach dem Inhaber des Kontos 178000296012, die Bankmitarbeiter bestätigten Traillanes, das ein solches Konto bei der DBS Bank nicht existiere.

Da der Senator bereits in Sinapur war, ging er gleich noch in den Raffles Tower, wo er angeblich bei der Hongkong Shanghai Bank ein Konto haben soll, mit einer Einlage von 278.300 Singapur-Dollar. Dort angekommen stellte der Senator fest gibt es die besagte Bank in dem Gebäude nicht und nach Recherchen, gab es diese Bank auch nie in diesem Gebäude.

Doch anstatt mit den gleichen Tiraden wie Duterte zu reagieren, sagte Traillanes lediglich, „dies beweist, dass die angeblichen Übersee-Konten eine Ausgeburt der Phantasie sind“.

Quelle

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