Mighty bezahlt Steuerschulden – Regierung um P 40 Milliarden reicher

Manila, Philippinen – Der grösste Steuerskandal des Landes hat der philippinischen Staatskasse auf einen Schlag P 40 Milliarden ($ 588 Millionen) eingebracht, nachdem sich der zweit grösste Zigarettenhersteller der Philippinen, die Mighty Corp. mit der Regierung geeinigt hat.

„Wir könnten diesen Fall als geschlossen betrachten. (Die) Regierung der Philippinen ist um 40 Milliarden Pesos reicher“, sagte Justizminister Vitaliano Aguirre Reportern.

Mighty hatte über Jahre hinweg eigene Steuermarken gedruckt und den Staat damit um Milliarden an Steuern betrogen, das Finanzamt verklagte das Unternehmen auf die Zahlung von P 39,7 Milliarden, hinzu wären noch Strafzahlungen in Milliardenhöhe gekommen, insgesamt hätte das Unternehmen mit einer Zahlung von P 46,8 Milliarden zu rechnen gehabt. Zudem hätten sich auch der Vorstand persönlich vor Gericht verantworten müssen.

Im Juli 2017 ordnete Präsident Rodrigo Duterte an, sich mit dem Unternehmen auf eine geringere Summe zu einigen, da er einen jahrelangen Rechtsstreit mit der Mighty Corp. zu vermeiden. Duterte will die Einnahmen aus der Steuernachzahlung für die Opfer des Erdbebens in Ormoc, Leyte und Marawi, Mindanao verwenden.

Mit der Einigung zwischen dem Zigarettenhersteller, dem Finanzministerium und dem Justizministerium sind auch alle personellen Konsequenzen vom Tisch, es wird zu keiner einzigen Anklage gegen den Vorstand oder Mitarbeitern des Unternehmens kommen.

Die Mighty Corp. wurde zwischenzeitlich für 800 Millionen US Dollar an den japanischen Zigarettenhersteller Japan Tobacco International verkauft.

Quelle

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