Duterte will Beziehungen zur Kirche verbessern

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte regiert mit eiserner Hand. Er hat den Drogen den Kampf angesagt und steht mit der Kirche auf Kriegsfuß. Am zweiten Punkt will er nun etwas ändern.

Die Bischöfe der Philippinen haben das Versöhnungsangebot von Staatspräsident Rodrigo Duterte an die Kirche begrüßt. Der Präsident hatte zuletzt nach seiner Teilnahme an der Totenwache für den verstorbenen Kardinal Ricardo Vidal in der Kathedrale von Cebu erklärt, er sei zur „Entwicklung guter Beziehungen“ mit den Bischöfen bereit.

Diese Ankündigung sei „ein guter Anfang“, sagte der emeritierte Bischof von Novaliches, Teodoro Bacani, dem asiatischen Pressedienst Ucanews (Montag). Bacani betonte zugleich, Duterte müsse „jedes menschliche Leben mit Respekt und Würde behandeln“. Erzbischof Martin Jumoad aus Ozamis sagte Ucanews, eine gute Beziehung mit der Kirche werde „gute Auswirkungen“ auf Dutertes Ruf haben, „besonders in der internationalen Gemeinschaft“.

Bischöfe als „Hurensöhne“ beschimpft

Duterte hatte sich zutiefst verärgert über die deutliche Kritik der Philippinischen Bischofskonferenz an seinem „Drogenkrieg“ gezeigt, in dem bislang mehr als 13.000 Menschen von Polizei und Todessschwadronen erschossen wurden. Der für seinen rüden Ton bekannte Duterte bezeichnete Bischöfe wiederholt als „Hurensöhne“ und die Kirche als „scheinheiligste aller Institutionen“.

Die Philippinen sind außer dem kleinen Osttimor das einzige katholisch geprägte Land Asiens.

Quelle

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