Der Wochenrückblick

Manila, Philippinen – Was haben die Insel Rügen und die Philippinen gemeinsam? Sie haben annähernd die gleiche Anzahl Besucher im Jahr, etwa 6 Millionen. Nur leistet sich Rügen keinen eigenen Tourismusminister, keine eigene Touristenpolizei und Sicherheitswarnungen über Rügen liest man auch kaum.

Anders auf den Philippinen, die Redaktion bekommt jede Woche Anfragen, wie sicher die Philippinen sind, die wir nicht beantworten können, niemand kann das, in einem Land mit über 7000 Inseln.

Doch der gemeine Tourist hat es nicht leicht zu entscheiden, wo er seinen schwer verdienten Urlaub verbringt. Die meisten ausländischen Botschaften geben regelmäßig Sicherheitswarnungen für die Philippinen heraus, und die betreffen nicht nur Mindanao. Im Allgemeinen heißt es, vor Reisen nach Mindanao wird gewarnt, Süd-Cebu und Negros, doch im ganzen Land muss mit Überfällen gerechnet werden, einschließlich der Hauptstadt Manila. Viele Expats widersprechen und sind anderer Meinung und sagen ihr Platz sei sicher, leider können die 30 Ausländer, die in diesem Jahr bereits Opfer von Gewaltverbrechen wurden dem nicht mehr zustimmen.

Man kann aber auch dem neuen Sprecher des Präsidenten glauben, der sagt, die Philippinen sind im Allgemeinen sicher. Ja, der gemeine Tourist hat es nicht leicht.

Der Schuldenberg und die Inflation steigen unaufhörlich, Duterte reist ins Ausland und macht für sein Infrastrukturprogramm so viele Schulden, wie das Land noch nie gesehen hat, und wird dafür auch noch gefeiert (allerdings nicht von der Opposition). Irgendwie vergessen die jetzigen Machthaber dass die Milliarden auch irgendwann einmal zurückgezahlt werden müssen. Und wer zahlt zurück?

Viele Produkte des täglichen Bedarfs sind jetzt schon teurer als in Deutschland, doch das Durchschnittseinkommen liegt immer noch bei etwa 10.000 Peso (180 Euro). Alles was importiert wird muss in Dollar bezahlt werden, dazu gehören unter anderem auch Erdöl und Produkte die weiterverarbeitet werden. Das macht die Philippinen auch für Produzenten teuer.

Der Peso ist gegenüber dem US Dollar so schwach wie seit 11 Jahren nicht mehr, die Inflation liegt jetzt monatlich bei über 3 Prozent. Für Oktober rechnen Analysten mit 3,5 Prozent, das ist noch gar nichts, wenn die Philippinen anfangen müssen ihre ausländischen Kredite zurückzuzahlen.

Man muss kein Hellseher sein, um die kommenden Blasen zu sehen, die platzen werden.

Redaktion

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