Poker auf den Philippinen

Manila, Philippinen – Ende 2015 wurde Manila offiziell zum neuen Poker-Mekka. Das Big Game, das höchste Cash Game der Welt, wanderte von Macau nach Manila. Jahrelang wurde in der chinesischen Sonderhandelszone um die größten Summen gepokert. Nun wird diese Ehre der philippinischen Hauptstadt zu Teil. Zudem findet hier das teuerste Turnier der World Poker Tour statt. Das WPT Manila Super High Roller Event hat einen Buy-In von 200.000 $ und einen Preispool von über 6 Millionen Dollar bei gerade mal 31 Spielern.

Man kann also durchaus behaupten, dass Poker auf den Philippinen angekommen ist.

Wie mittlerweile überall in der (Poker-)Welt, ist Texas Hold’em auch hier die populärste Spielform. Man sollte also die Geheimnisse dieses Spiels kennen, bevor man sich an einen Pokertisch setzt.

Das offizielle Poker-Spiel auf den Philippinen wird von der PAGCOR reglementiert, der Philippine Amusement and Gaming Corporation. Sie erteilt die entsprechenden Lizenzen und überwacht den offiziellen Spielbetrieb. Alle Spiele um Echtgeld müssen von der PAGCOR genehmigt werden, egal ob on- oder offline.

Die Gesetze für Echtgeld-Poker sind auf den Philippinen sehr spielerfreundlich, so dass es trotz Regulierung viele Möglichkeiten für eine schöne Partie gibt.

Online sind fast alle großen Pokerräume erreichbar und können gespielt werden. Das Problem beim Online-Poker auf den Philippinen ist nicht, ob es einen Online-Anbieter gibt, sondern ob dieser erreichbar ist. Das liegt wohlgemerkt nicht am Anbieter, sondern am Internet. Außerhalb der großen Städte ist die Verbindung größtenteils sehr schlecht, wenn überhaupt vorhanden. Selbst in Großstädten wie Manila merkt man das schwache Mobilfunknetz. Das Spielen am Handy, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, fällt also weg. Gerade in den Stoßzeiten bleibt nur wenig Bandbreite für das eigene Smartphone übrig. Grundsätzlich ist das aber kein großes Problem. Man spielt normalerweise gegen Spieler aus Europa oder den USA, so dass man sich deren Zeitzone anpasst. Wenn die Amerikaner an die Online-Tische gehen, ist es Manila Nacht und das Netz ist gut zu nutzen.

Wer auch tagsüber verlässlich online Pokern will, sollte sich ein Café, Restaurant oder Büro suchen, in dem ein stabiles Wi-Fi angeboten wird.

Auf den Philippinen gibt es aber auch zahlreiche Möglichkeiten für ein Live-Spiel. Die meisten sind natürlich in der Hauptstadt Manila zu finden. Dabei ist zwischen Räumen zu unterscheiden, die direkt zur PAGCOR gehören und solchen, die eine Lizenz der PAGCOR haben. Die zur PAGCOR gehörigen Räume nennt man „onsite“, die anderen „offsite“.

Dass die PAGCOR alle Spielaktivitäten überwacht, hat Vorteile für die Spieler. Denn so wird in allen Räumen im ganzen Land nach einheitlichen Regeln gespielt.

Möglichkeiten für ein Spiel findet man 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, wie ein philippinisches Sprichwort sagt.

In Manila selber gibt es das Resorts World Manila, das Solaire und den Metro Club Card. Die Blinds in diesen Casinos sind meistens eher niedrig im internationalen Vergleich, so dass 5 / 10 Blinds schon eine deutliche Ausnahme sind und meistens nur abends und am Wochenende gespielt werden. Ein weiterer Nachteil ist die Lage der Casinos, bzw. ihre Entfernung zueinander. Wenn man mit den Tischen in einem Casino unzufrieden ist, kann man nicht kurz über die Straße in das nächste Casino gehen. Hier hinkt Manila Macau und Las Vegas noch deutlich hinterher.

Zwei andere Städte für gute Live-Spiele sind Angeles City und Cebu. In Angeles City gibt es zwei gute Casinos: das Wild Aces und das Double Aces. In Cebu existieren mehrere Casinos, das beliebteste ist dabei das Waterfront Casino. Für beide Städte gilt allerdings, dass die Blinds hier noch einmal niedriger sind als in Manila.

Redaktion

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