Der Wochenrückblick

Manila, Philippinen – Es war eine kurze Arbeitswoche für Schüler, Studenten und Angestellte im öffentlichen Dienst, von Montag bis Mittwoch versammelten sich die Regierungschefs der 10 ASEAN-Staaten zu ihrem jährlichen Gipfel. Zudem waren noch weitere 11 Staatsoberhäupter eingeladen, die dem Staatenbund zu seinem 50. Jahrestag gratulierten.

Auch wenn einige ASEAN als bessere Alternative sehen, zum Euro-Raum, sind wir von der Redaktion ganz anderer Meinung. Es gibt kaum Gemeinsamkeiten, weder wirtschaftlich noch politisch. Jede Nation kocht ihr eigenes Süppchen, ohne Einmischung von außen. Ein Staatenbund? Für was?

Der ASEAN-Vorsitz hat die Philippinen P 15 Milliarden gekostet, das sind 250 Millionen Euro. Davon sind keine Schulen oder Krankenhäuser gebaut worden. Dieses Geld ist nur für Veranstaltungen und Promotion draufgegangen.

Die Hälfte der ASEAN-Staaten liegt mit China im Streit, und das schon Jahrzehnte. China beansprucht den größten Teil des südchinesischen Meeres, bis vor die Haustür der Philippinen. Und dennoch konnte man sich auch in diesem Jahr nicht zu einer gemeinsamen Erklärung durchringen. Nun wollen die Philippinen (eigentlich nur Herr Duterte) das Problem in bilateralen Gesprächen angehen. Das Ergebnis kann man sich vorstellen, Duterte würde die Rechte gern an China abtreten, nur die philippinische Verfassung steht ihm im Weg. Vielleicht wird er die Verfassung ja noch ändern.

Von den 21 geladenen Staatschefs hat sich nur einer getraut, das Problem der Menschenrechte und der außergerichtlichen Tötungen anzusprechen, Premierminister Trudeau aus Kanada. Hochachtung!! Trudeau ist auf den Philippinen sehr beliebt, nun hätte Duterte Gelegenheit gehabt das Thema zu diskutieren, doch erst nachdem Trudeau abgereist war ist Duterte über den Premierminister hergezogen. Staatsmännisch sieht andersaus.

Aber es wurde noch schlimmer, ein Heer von Duterte-Trollen verbreitete „Fake-News“ über Trudeau, allen voran die „Ober-Trollin“, die Kommunikationssekretärin der Duterte-Administration, Mocha Uson.

Wir, von der Redaktion mussten uns in dieser Woche auch Kritik gefallen lassen. Manchmal ist es nicht ratsam Artikel unkommentiert zu veröffentlichen.

Nur weil jemand reich ist muss er nicht zwangsläufig auch intelligent sein. Enrique Razon Jr., einer reichsten Männer der Philippinen, hat doch allen Ernstes behauptet eine gute Infrastruktur kann nur in einer Diktatur gedeihen. Er sagte sogar die gute Infrastruktur in Europa ist entstanden als dort noch Diktatoren herrschten. Der gute Herr Razon sollte seine Geschicht und Geografie Kenntnisse auffrischen.

Redaktion

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