Der Wochenrückblick

Der Wochenrückblick

Abbruch der Verhandlungen mit den Kommunisten

Manila, Philippinen – Hatte der Präsident, der sich selbst als Sozialist bezeichnet, noch vor einem Jahr das Bündnis mit den Kommunisten gesucht, musste er nun feststellen, das sich nun jetzt neue Front auftut. Eine Front die seit 50 Jahren gegen die Regierungen in Manila kämpft und selbst von Diktator Marcos nicht besiegt werden konnte.

Die kommunistischen Rebellen sind um einiges gefährlicher als die Abu Sayyaf, denn die Kommunisten haben in großen Teilen der Bevölkerung, besonders bei den Kleinbauern Rückhalt. Und im Gegensatz zu den muslimischen Terroristen in fast allen Teilen des Landes aktiv und verüben Anschläge.

Deshalb befahl Duterte auch in dieser Woche die Unterstützer, selbst legale Organisationen wie Bayan zu verfolgen.

Duterte behauptet unterdes immer wieder, er habe die Friedensgespräche mit den Kommunisten abgebrochen weil diese ständig Anschläge verübt haben und sich an Vereinbarungen nicht gehalten hätten.

Das ist so nicht ganz richtig, Herr Präsident. Jeder Anschlag den die Rebellen verüben ist einer zu viel, ohne Frage. Doch Duterte hat den Kommunisten, wie auch anderen Volksgruppen viele Versprechen gemacht, wenn sie ihm in sein Amt verhelfen.

So versprach Duterte den Kommunisten vor der Wahl alle politischen Gefangenen, immerhin 400, zu entlassen. Kurz nach der Wahl wollte er davon nichts mehr wissen. Aus 400 wurden 150 und zum Schluss kam bisher niemand frei.

Im Nachhinein waren die beiden kommunistischen Kabinettsmitglieder lediglich nur Alibi-Politiker, im Interesse von Duterte.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickeln wird. Doch eines ist sicher, so leicht wie die Maute Terroristen in Marawi lassen sich die kommunistischen Rebellen nicht besiegen.

Polizei zurück in den blutigen Anti-Drogen-Krieg

War es in den letzten Wochen etwas ruhiger auf den Straßen der Philippinen geworden, wird man sich bald wieder an Drogentote im Straßenbild gewöhnen müssen. Duterte beabsichtigt auch die 2. Suspendierung der Polizei aufzuheben.

Es ist schon ein eigenartiger Zufall, als die Polizei die Führung in der Anti-Drogen-Kampagne hatte lagen jeden Tag Leichen mit Plastikklebeband um Hände und Kopf in den Straßen, kaum war die Polizei abgezogen – keine Toten mehr mit gerade diesen Merkmalen.

Auf den Philippinen wurde in dieser Woche eine Statistik von Save the Children veröffentlicht, nach der täglich 85 Kinder sterben, das sind im Jahr über 31.000 Kinder die verhungern. Doch die Philippinen protzen mit 300 Millionen Euro für die Bewirtung der ASEAN Deligierten.

Redaktion

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Auswandern auf die Philippinen – Tablas Sunshine Village