Der Wochenrückblick

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Manila, Philippinen – Das dürfte wohl die größte Medikamentenstudie weltweit gewesen sein, nachdem der französische Pharmariese Sanofi  700.000 Versuchskaninchen (philippinische Schulkinder) zur Verfügung hatte, sein Dengue-Impfstoff zu testen. Um dann festzustellen, dass man zumindest einmal mit Dengue infiziert gewesen sein muss, damit der Impfstoff überhaupt gefahrlos wirkt.

Zum Glück waren es ja nur Kinder aus einem dritte Welt Land, man stelle sich vor Sanofi hätte Hamster, Ratten oder Affen für seine Forschung benutzt, das hätte einen weltweiten Aufschrei der Tierschützer verursacht.

Philippinen stellen schulisches Dengue-Impfprogramm ein

Das wird wohl den Duterte-Unterstützern einen kleinen Dämpfer gegeben haben, wieder ein Wahlversprechen ihres großen Führers geht den Bach runter. Anstatt den Hunger im Land effektiv zu bekämpfen, stellt die Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts fest, die Armut im Land steigt wieder an, und das gleich um 3 Prozent in nur einem Quartal.

10,9 Millionen Familien sagen, sie seien arm

Erschreckend ist die HIV /AIDS Prognose des philippinischen Gesundheitsministeriums. Die Gesamtzahl der vom HIV infizierten Filipinos, die das erworbene Immunschwächesyndrom oder AIDS verursachen, könnte in fünf Jahren mehr als 142.000 erreichen. Und bis 2030 sogar auf 313.000 steigen. In allen anderen Ländern Asiens gehen die HIV-Fälle zurück. Und noch erschreckender, nur etwa 33 Prozent der infizierten erhalten medizinische Versorgung, aus Angst vor der Diskriminierung in ihrem Umfeld.

Regierung warnt – HIV-Fälle könnten bis 2022 auf über 140.000 steigen

Und noch etwas Statistik, fast die Hälfte aller asiatischen Rentner, (trifft auch auf die Philippinen zu) haben keine Altersversorgung, sie sind auf die Unterstützung ihrer Familie und des Staates angewiesen. Ein schwer zu durchbrechender Teufelskreis, die Kinder die ihre Alten unterstützen werden später wiederum auf ihre Kinder angewiesen sein.

Wirtschaftswachstum auf Kosten der Alten – Fast die Hälfte der Senioren in Asien hat keine Rente

Wer gedacht hat mit dem Ende der Belagerung von Marawi sei das radikal islamistische Problem auf Mindanao erledigt wird nun feststellen müssen, Gewalt kann nicht mit Gewalt begegnet werden. Die Terroristen rekrutieren bereits neue Kämpfer auf der zweit grössten Insel der Philippinen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es ein neues Marawi gibt.

Terroristen rekrutieren neue Mitglieder in Mindanao

Das gleiche Problem hat die Regierung mit den kommunistischen Rebellen, es vergeht kaum ein Tag ohne Meldungen, bei denen die Rebellen Polizisten, Soldaten oder Zivilisten überfallen, verletzen oder töten. Eine große Chance für beide Seiten ist verloren.

14 NPA-Rebellen bei Zusammenstößen in Nasugbu, Batangas getötet

Redaktion

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