Urteil in New York – Diebin bestielt die Diebe

Vilma Bautista

Vilma Bautista stahl und verkaufte Monet’s Meisterwerk aus dem Jahr 1899 “Water-Lily Pond.”

Manila, Philippinen – Eine Richterin in New York verurteilte die ehemalige Sekretärin der ehemaligen philippinischen First Lady, Imelda Marcos, am Montag,  4. Dezember 2017, zu zwei bis sechs Jahren Gefängnis, weil sie Kunstwerke im Wert von mehreren zehn Millionen Dollar gestohlen hatte, und wegen Steuerhinterziehung.

Vilma Bautista sah sich 25 Jahren Gefängnis gegenüber, aber die Richterin reduzierte ihr Urteil wegen ihres fortgeschrittenen Alters und ihres schlechten Gesundheitszustandes.

„Die Beweise zeigen deutlich, dass Frau Bautista Eigentum der philippinischen Regierung und Imelda Marcos gestohlen hat“, sagte Richterin Renee White vom Manhattan Supreme Court.

Die Anwältin von Bautista argumentierte vergeblich, sie habe ab 1991 die Genehmigung für den Verkauf der Werke im Auftrag von Imelda Marcos erhalten, war aber nicht in der Lage, den Erlös zurückzuerstatten. Die gestohlenen Meisterwerke stammen von Claude Monet, Sisley und anderen.

Weitere wertvolle Werke sind Monets „L’Englise et La Seine à Vetheuil“, Alfred Sisleys „Langland Bay“ und Albert Marquets „Le Cypres de Djenan Sidi Said“.

Bautista stahl und verkaufte Monets 1899 „Water-Lily Pond“ für 32 Millionen Dollar an eine Londoner Kunstgalerie im Jahr 2010. Die Galerie verkaufte das Gemälde dann für 43 Millionen Dollar an den britischen Hedgefonds-Manager Alan Howard, der das Gemälde für legitim hielt

Die anderen wertvollen Werke sind Monets „L’Englise et La Seine à Vetheuil“, Alfred Sisleys „Langland Bay“ und Albert Marquets „Le Cypres de Djenan Sidi Said“. Zwei Verwandte halfen Bautista, die Gemälde zu stehlen. Sie wurden ebenfalls für schuldig befunden, waren aber nach Thailand geflohen.

Sie durfte bis zur Berufung gegen Kaution frei bleiben.

Die philippinische Regierung hat versucht, wertvolle Kunstwerke zurückzugewinnen, die Imelda und Ferdinand Marcos während ihrer autoritären Herrschaft gestohlen hatten.

Redaktion

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