CBCP: Tötung des Aktivistenpriesters ist ein Angriff auf die Kirche

Priester Marcelito "Tito" Paez

Manila, Philippinen – Die katholische Kirche sagte am Freitag, 15. Dezember 2017, die Tötung des Aktivisten Priesters Marcelito „Tito“ Paez, sei eine Reflexion der „Verschlechterung der Werte und der Achtung des menschlichen Lebens“ im Land.

In einer Erklärung verurteilte das Nationale Sekretariat für soziale Aktion – Gerechtigkeit und Frieden / Caritas Philippinen der katholischen Bischöfe der Philippinen (NASSA / Caritas Philippinen) die Tötung von Paez als „Angriff auf die Kirche und ihre Mission für soziale Gerechtigkeit und Stärkung der Armen“.

Er betonte: „Langsam schafft entsteht unter den Filipinos ein soziales Bewusstsein, dass in der gegenwärtigen sozio-politischen Situation im Land niemand mehr sicher ist.“

Paez wurde niedergeschossen, als er am Abend des 4. Dezember auf dem Weg nach Hause war. Er wurde sofort in ein Krankenhaus nach Nueva Ecija gebracht, aber einige Stunden später für tot erklärt.

Menschenrechtsgruppen aus der ganzen Welt kritisieren weiterhin die Amtsführung von Präsident Rodrigo Duterte für die Schaffung einer Kultur der Straflosigkeit.

Die Polizei hat in den 18 Monaten der Duterte-Präsidentschaft mehr als 6.000 drogenbedingte Todesfälle gezählt, während Kritiker und Menschenrechtsgruppen schätzungsweise 13.000 Tote zählten

Die katholische Bischofskonferenz der Philippinen gab im September ihre bisher stärkste Erklärung ab. Erzbischof Socrates Villegas, der damalige Präsident der CBCP, sagte: „Die Kirche muss an vorderster Front des intensiven und inbrünstigen Kampfes gegen eine Kultur des Todes stehen oder die Kirche verrät Christus.“

Redaktion

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