Der Wochenrückblick

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Manila, Philippinen – Wohl die wichtigste Meldung dieser Woche ist die Verlängerung des Kriegsrechts auf Mindanao, um weitere 12 Monate. Ein paar hundert Terroristen will man damit eliminieren, aber rund 20 Millionen Menschen sind davon betroffen.

Link: Duterte setzt sich durch – Die Kongress verlängert das Kriegsrecht auf Mindanao bis Ende 2018

Ein großes (politisches) Projekt hat in dieser Woche seinen Abschluss gefunden, die Steuerreform. Die Einkommenssteuer sinkt zwar etwas, aber dafür wird fast alles teurer, von Energieträgern, wie Benzin, Diesel und Kochgas, bis hin zu Neuwagen. Am meisten sind die 20 Millionen Armen des Landes betroffen, da sie ohnehin keine Einkommenssteuer bezahlen, müssen sie jetzt auch noch tiefer in die (fast leeren Taschen) greifen um das lebensnotwendige bezahlen zu können.

Link: Steuerreform 2018 – Das soll sich ändern

Nach Meinung von Präsident Duterte sind die Philippinen, besser gesagt die Filipinos noch nicht bereit für den Föderalismus. Also wieder ein Wahlversprechen vom Tisch. Ein Greis entscheidet über die Zukunft eines 100 Millionen Volkes.

Link: Duterte: Filipinos sind noch nicht bereit für Föderalismus

Und noch eine einsame Entscheidung des Präsidenten, nach seinem Willen soll ein dritter Player den Telekommunikationsmarkt auf den Philippinen nun endlich kundenfreundlicher gestalten und die beiden Monopolisten, Smart und Globe unter Druck setzen. Nur Dumm mit freier Marktwirtschaft hat das nichts zu tun, es gab keine internationale Ausschreibung, keine Angebote wurden eingeholt. Nur China, und damit China Telecom ist willkommen.

Link: Telekom Philippinen – Nur Chinesen willkommen

Eine Meldung lies uns diese Woche aufhorchen und dann staunen. Japanische Autohersteller, allen voran Toyota und Mitsubishi, dominieren den philippinischen Automarkt. Nun gut an sich nicht besonders interessant, bedenkt man aber wieso die Japaner den höchsten Absatz haben sieht die Sache schon ganz anders aus. Ein Golf, Audi, BMW oder auch Citroen und Peugeot kosten auf den Philippinen fast doppelt so viel wie auf dem heimischen Markt. Einfuhrzölle und steuern machen diese Autos auf den Philippinen unerschwinglich. Auf der anderen Seite verhandeln die Philippinen über ein großzügiges Freihandelsabkommen mit Europa. Fairer Handel sieht anders aus.

Link: Japanische Autohersteller dominieren 2017 den Autoabsatz auf den Philippinen

Redaktion

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