Schreckliches Weihnachtsfest – Zahl der Toten durch „Vinta“ steigt auf 133

ein Toter wird geborgen

Manila, Philippinen – Die Zahl der Toten durch den Tropensturm Vinta, internationaler Name  „Tembin“ auf den Philippinen hat sich nach offiziellen Angaben fast verdoppelt. Wie die philippinische Polizei am Samstag, 23. Dezember 2017 mitteilte, wurden auf der südlichen Insel Mindanao bislang 133 Leichen geborgen, davon allein 36 aus einem über die Ufer getreten Fluss. Zuvor war von 74 Toten durch Überschwemmungen und Erdrutsche die Rede gewesen.

Der Sturm war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden des Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus.

Besonders schwer wurde die Region um die Stadt Tubod auf Mindanao getroffen. Das Bergdorf Dalama wurde nach Polizeiangaben vollständig zerstört. Ein Fluss sei über die Ufer getreten und habe fast alle Häuser weggeschwemmt, sagte ein Polizist aus Tubod der Nachrichtenagentur AFP. „Das Dorf ist nicht mehr da.“ Geröll- und Schlammlawinen zerstörten nach Behördenangaben zudem dutzende Häuser in der Stadt Piagapo.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Stundenkilometern

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Stundenkilometern weiter nach Westen über die Sulusee. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollte er am Abend an der Spitze der westlichen Insel Palawan erneut auf Land treffen.

Erst vor knapp einer Woche war der Tropensturm „Kai-Tak“ mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweggezogen. 54 Menschen kamen ums Leben, 24 weitere werden noch vermisst.

Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen und anderen Stürmen heimgesucht. Viele davon verlaufen tödlich. Zu den schlimmsten Stürmen in der jüngeren Vergangenheit zählte der Supertaifun „Haiyan“, der das Land im November 2013 traf. Mehr als 7350 Menschen wurden getötet, ganze Städte wurden verwüstet.

Redaktion

 

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