Hilfsprojekt „Mariphil“ unterstützt Sturmopfer auf Mindanao

Menschen auf Mindanao leben in Zelten aus Plastikplanen – Lebensmittel sind knapp

Ganze Dörfer stehen auf Mindanao unter Wasser

Ganze Dörfer stehen auf Mindanao unter Wasser

Kurz vor Weihnachten hat Tropensturm Vinta (internationaler Name Tembin) auf den Philippinen für Zerstörung, Tod und Leid gesorgt. Nachdem Taifun Kai-Tak nur zwei Wochen zuvor auf den Visaya-Inseln für Verwüstung gesorgt hat, ist diesmal die südlich gelegene Insel Mindanao besonders hart betroffen, auf der sich auch das Mariphil-Kinderdorf befindet.

Das Kinderdorf selbst ist zwar glücklicherweise verschont geblieben, jedoch hat der Sturm in unmittelbarer Umgebung seine Spuren hinterlassen. Das teilt der Vorsitzende des Hilfsprojekts Mariphil, Martin Riester, mit. Nur 15 Autominuten vom Kinderdorf entfernt stehe das Wasser teilweise schulterhoch. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen und leben nun in einem Konstrukt aus Plastikplanen, das sie auf den noch trockenen Teilen der Hauptstraße errichtet haben. Essen und sauberes Trinkwasser sind Mangelware und schon einem leichten Regenschauer sind die meisten nun schutzlos ausgesetzt. Bis zu zehn Familienmitglieder leben gemeinsam in einem der notdürftig errichteten Zelte, die allesamt nicht größer als drei bis vier Quadratmeter sind. Bis die Überschwemmungen zurückgegangen sind und die zerstörten Häuser wieder aufgebaut werden können, wird wohl noch Zeit vergehen.

Am 24. Dezember haben Mariphil-Mitarbeiter und Freiwillige in einer spontanen Hilfsaktion die betroffenen Gebiete besucht. Mit Reisspenden der Aktion Reissack konnte den Familien dort, trotz der Strapazen der vergangenen Tage und der quälenden Ungewissheit, wenigstens ein hungerfreies Weihnachtsfest ermöglicht werden.

Es ist den Mitgliedern von Mariphil und ihrer Botschafterin Gerlinde Kretschmann ein großes Anliegen, den Menschen aus dem Mariphil-Projektgebiet in dieser tragischen Situation zur Seite zu stehen und sie weiterhin mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln zu versorgen. Durch Spenden für die Aktion Reissack kann das Hilfsprojekt unbürokratische Soforthilfe an Ort und Stelle leisten und die Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben, zumindest etwas entlasten.

Die Mitglieder von Mariphil freuen sich über jede Unterstützung, denn durch die Naturkatastrophe hat die alljährliche Weihnachtsaktion für ein hungerfreies Fest leider eine andere Bedeutung gewonnen und jetzt heißt es mehr denn je: „Jeder Reissack zählt!“, sagt Martin Riester.

Das Hilfsprojekt möchte auch gerne den Reisbauern, deren Felder zerstört wurden, Hilfe anbieten. Dafür ist man allerdings auf Spenden angewiesen. Wer die Kleinbauern hierbei unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende mit dem Stichwort „Hilfe nach Sturm“ tun.

Spendenkonto bei der Südwestbank, IBAN DE78600907000863178006, Stichwort „Hilfe nach Sturm“

Quelle

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