Wo Singen glücklich macht

Stimmen der Berge

Manila, Philippinen – Die „Stimmen der Berge“ begeisterten Donnerstagabend, 4. Januar 2018, im Further Tagungszentrum ATT die rund 350 Besucher mit ihrem neuen Programm „Singen macht glücklich“. Absolvierten die drei Tenöre Benjamin Grund, Thomas A. Gruber und Stephan Schlögl sowie der Bariton Daniel Hinterberger und der Bass Simon Käsbauer vor einem Jahr ihren ersten Auftritt an gleicher Stelle noch zusammen mit Patrick Lindner, zeigten die fünf hochkarätigen Gesangssolisten diesmal alleine, was in ihnen steckt.

Eine Gemeinsamkeit der fünf Stimmen der Berge ist, dass sie in ihrer Schulzeit alle den „Regensburger Domspatzen“ angehörten. Das wohl bekannteste Mitglied der „Boygroup der Volksmusik“, wie die fünf Sänger oft genannt werden, ist der Münchner Benjamin Grund, der bis zur Gründung der „Stimmen der Berge“ vor dreieinhalb Jahren solistisch unterwegs war.

Rimbacher arrangiert die Musik

Der Rimbacher Thomas A. Gruber zeichnet nicht nur für die Musikarrangements der „Stimmen der Berge“ verantwortlich. Er ist an verschiedenen Schulen als Musiklehrer tätig und leitet seit 2003 den Chor Vivace mit Mitgliedern aus dem ganzen Landkreis, zu dessen Repertoire hauptsächlich moderne christliche Musik gehören.

Benjamin Grund kündigte zum Einstieg in den musikalischen Abend ein Lied an, das alle in ihrer Zeit bei den Domspatzen oft und gerne gesungen haben: „Es muss ein Sonntag g’wesn sein“ mit der Hymne auf Bayern im Refrain „Es war ein Glückstag, ganz gewiss, als unser Bayernland entstanden ist.“ Anschließend präsentierten die stimmgewaltigen Sänger abwechselnd stimmungsvolle und besinnliche Lieder. Auf das „Kufsteiner Lied“ folgten „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“, „Im Frühtau zu Berge“ und ein „Pastorella-Montanara-Medley“. Weiter ging es mit dem Lied „In nomine patris“, mit dem Benjamin Grund sich im Mai 2009 für den Vorentscheid des Grand Prix der Volksmusik qualifizierte.

Seit März 2016 gibt es den gemeinnützigen Verein FiliPa, der mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden hilfsbedürftigen Kindern auf den Philippinen eine Zukunftsperspektive geben will. Gegründet wurde der Verein von der Gleißenbergerin Anna Hastreiter, die auch die Vorsitzende ist. Tenor Thomas A. Gruber engagiert sich als ihr Stellvertreter. Die „Stimmen der Berge“ stellten die bei ihren Kirchenkonzerten aus dem Programmverkauf erzielten Erlöse für die Unterstützung bedürftiger Kinder auf den Philippinen zur Verfügung. Der elfjährige Florian Meyer überreichte im Auftrag des Sängerquintetts an Anna Hastreiter den Scheck über 1300 Euro. Einen weiteren Scheck über 200 Euro, die er bei einer Quizveranstaltung des Deutschen Musik Fernsehens für FiliPa gewonnen hatte, steuerte Benjamin Grund bei.

Outfit wie sonntags bei Mross

Glücksbote Florian Meyer durfte sich für einen Auftritt mit den „Stimmen der Berge“ ein Lied aussuchen. Er wählte „Ewige Liebe“ und absolvierte seinen Part als Solist mit Bravour. Es folgten die Songs „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“, „Das ist die Berliner Luft“, „Rauschende Birken“ und „Wenn wir erklimmen“.

Ihre Auftritte absolvierten die „Stimmen der Berge“ von Anfang an in Anzug und Krawatte, was ihnen den Spitznamen „Banker-Sänger“ einbrachte. Nach der Pause erschienen sie legerer im blauen Sakko, ohne Krawatte und in beigen Freizeithosen. „IWS-Outfit“, so nennen sie die Kluft, die sie bei ihrem Auftritt bei Stefan Mross in der Sendung „Immer wieder sonntags“ trugen. Mit Schlagern aus und über Italien, Rex-Gildo-Medley, Böhmen-Medley und „Blau, blau, blau blüht der Enzian“, „Die kleine Kneipe in unserer Straße“ und „Evviva Espana“ zeigten die fünf Sänger nochmals die ganze Bandbreite ihres stimmlichen Leistungsvermögens.

Nach dem Abschiedsklassiker „Sierra Madre“ klang der unterhaltsame Liederabend mit den mit viel Applaus erreichten Zugaben „Guten Abend, gute Nacht“ und dem „Abendsegen“ aus der Oper Hänsel und Gretel (Musik von Engelbert Humperdinck, Text von Adelheid Wette) besinnlich aus.

Quelle

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