Der philippinisch-amerikanische Tenor Otoniel Gonzaga ist tot

Er hat einen besonderen Platz in der Musikgeschichte der Philippinen. Er war der erste und bisher einzige philippinische Tenor, der Verdis Otello gesungen hat.

Otoniel Gonzaga

Manila, Philippinen – Seine Karriere in Europa startete der auf den Philippinen geborene Tenor Otoniel „Tony“ Gonzaga einst beim ARD Musikwettbewerb in München, wo er den dritten Platz belegte. Während seiner internationalen Karriere trat er auf den meisten großen Bühnen der Welt auf und arbeitete mit Herbert von Karajan, Eugen Ormandy und Michael Gielen zusammen. Wie die Wiener Volksoper berichtet, ist der Sänger am Samstag, 13. Januar, im Alter von 75 Jahren in Wien verstorben.

Gonzaga studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia bei Richard Lewis, Margaret Harshaw und Prof. John Lester. Sein erstes Engagement hatte er an der Oper Trier, danach war er 10 Jahre lang Mitglied des Frankfurter Ensembles. Von 1984 bis 2014 war er regelmäßig an der Wiener Volksoper zu hören – allein in der Partie des Sou Chong (Das Land des Lächelns) trat er hier 80-mal auf. Zu seinen wichtigsten Partien zählten die Titelrolle in Otello, Barinkay (Der Zigeunerbaron), Paganini (Paganini) und Camille de Rosillon (Die Lustige Witwe).

„Sein baritonales Timbre und seine sichere, strahlende Höhe machten seine Auftritte bis zuletzt zu Höhepunkten von zahlreichen Konzertabenden.“ (Aus dem Nachruf der Volksoper Wien)

Redaktion

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