Filipinos – Geschätzte Arbeitskräfte

Manila, Philippinen – Der Pflegenotstand und ein Programm der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) machen es möglich, dass Menschen aus den Philippinen nach Deutschland kommen. Es gibt in Manila eigens eine Behörde für Arbeiter in Übersee, die „Weltklasse-Migranten“ vermitteln will, wie sie schreibt. Barmixer, Reinigungskräfte, Klempner, Schweißer, Erntehelfer und Matrosen sind auch zu haben.

Das Inselreich exportiert Arbeiter seit 40 Jahren. Die Migranten-Behörde geht davon aus, dass täglich mindestens 4300 Menschen das Land verlassen. Die Philippiner sind in aller Welt beliebt: fromm, Familienmenschen, gewissenhaft, sagen Personalchefs. Jeder kann Englisch. Das Land war Jahrhunderte erst spanische, dann amerikanische Kolonie und ist westlich geprägt. Geschätzt werden sie auch in der arabischen Welt und Asien: Eine viertel Million Philippiner arbeitet in Saudi-Arabien, 180 000 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, 160 000 in Singapur.

Die Migranten selbst sind im Ausland oft in prekärer Lage. Regelmäßig machen Skandale mit misshandelten Hausangestellten Schlagzeilen. Die Walk-Free-Stiftung gegen Sklaverei schätzt, dass eine viertel Million Philippiner in sklavenähnlichen Verhältnissen lebt – viele davon im Ausland.

Quelle

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