Nur ein Scherz? – Duterte, „Provinz Philippinen, Republik China“

chinesische Invasion

Bild: Facebook

Manila, Philippinen – „Wenn Sie wollen machen Sie uns einfach zu einer chinesischen Provinz, wie Fujian“, sagte Duterte am Montag, 19. Februar 2018, anlässlich des Jubiläums des Chinese Business Club.

„Provinz Philippinen, Republik China“, fügte er hinzu, begleitet von Applaus philippinisch-chinesischer Geschäftsleute. Duterte machte den Witz, nachdem er sagte, der chinesische Präsident Xi Jinping selbst habe versprochen, keine Strukturen auf Scarborough Shoal zu bauen.

„Sie haben uns versichert, dass sie dort in Scarborough Shoal nichts bauen werden, für mich ist Xi Jinping ein Ehrenmann“, sagte Duterte.

Duterte fügte hinzu, dass die Verhandlungen für eine gemeinsame Exploration zwischen China und den Philippinen im Gange sind und erwähnt sogar die mögliche Aufteilung zwischen den beiden Nationen.

Militärstützpunkte

Duterte räumte auch in seiner Rede ein, dass China „Militärbasen“ im Westphilippinenmeer baut, sagte aber, es wäre albern für jeden zu denken, dass China solche militärischen Vermögenswerte gegen die Philippinen einsetzen würde.

„Militärstützpunkte, ich muss es zugeben, aber ist es für uns bestimmt? Sie müssen scherzen. Es ist nicht für uns bestimmt“, sagte er.

China baut seine Verteidigungsfähigkeit nur gegen die Vereinigten Staaten von Amerika auf.

„Ignorieren Sie einfach die Raketen dort, sie sind nicht für uns bestimmt“, fügte er hinzu.

Chinese Duterte

Bild: Facebook

In den sozialen Medien formiert sich ein immer grösserer werdender Widerstand gegen Dutertes „Entgegenkommen“ gegenüber China. So hat die Facebook Seite Silent NoMore PH bereits über 500.000 Abonnenten, die mittlerweile mit ungewohnter Offenheit Dutertes Anbiederung an China kritisieren.

Seitdem in der letzten Woche bekannt wurde, dass der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Voruntersuchungen gegen Duterte und seinem blutigen Drogenkrieg gestartet hat, sind die Duterte-Anhänger noch aggressiver gegenüber Kritikern geworden.

So hat ein Duterte-Supporter einer philippinischen Gastarbeiterin (OFW) in Hongkong gedroht, wenn sie wieder das Land betritt, werden schon ein paar Leute auf sie warten. Diese hatte in einem Post gesagt,“sie schäme sich mittlerweile eine Filipina zu sein, sie verkauft sich ins Ausland, schickt ihr ganzes Geld nach Hause und Duterte verwende ihr Geld um Menschen umzubringen. Sie fühle sich mit angeklagt.“

Redaktion

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