Duterte: Rückzug vom Weltstrafgericht kein Eingeständnis

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat bestritten, dass sein Land sich aus Angst vor Ermittlungen zu seinem umstrittenem „Krieg gegen Drogen“ aus dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) zurückgezogen hat. Der Rückzug sei kein Schuldeingeständnis, sagte Dutertes Sprecher Harry Roque am Donnerstag in Manila.

Präsidentschaftssprecher Harry Roque

Präsidentschaftssprecher Harry Roque: Trotz brutalen Vorgehens sieht sich Duterte im Recht.

Manila, Philippinen – „Wir haben uns zurückgezogen, weil die Anklägerin aus ihrer Entscheidung eine politische gemacht hat“, sagte Roque. „Denn sonst hätte sie die Anklage gegen unseren Präsidenten fallenlassen müssen.“

Die ICC-Chefanklägerin Fatou Bensouda hatte im Februar vorläufige Ermittlungen wegen mutmaßlicher Morde durch staatliche Stellen auf den Philippinen eingeleitet. Bei Dutertes Feldzug gegen die Drogenkriminalität sollen seit seinem Amtsantritt Ende Juni 2016 mehrere Tausend Menschen von Todeskommandos getötet worden sein.

Quelle

Print Friendly, PDF & Email