Kinotipp: Blanka

Blanka ist ein 15-jähriges Straßenmädchen in der philippinischen Hauptstadt Manila. Sie hat einen großen Traum: Nachdem sie im Fernsehen gesehen hat, wie eine berühmte Schauspielerin ein Kind aus der riesigen Masse der Armen herausgeholt und adoptiert hat, möchte Blanka sich eine Mutter „kaufen“.

30.000 Pesos hat sie bald zusammen, denn sie ist eine geschickte Diebin. Außerdem schließt sie sich dem Musiker Peter an, mit dem sie auch größere Auftritte absolviert. Aber ihr „Vermögen“ erregt auch das Interesse von Menschen, die ihre eigenen Interessen verfolgen, zum Beispiel eine Frau, die sich als Vermittlerin von Adoptivmüttern aufdrängt. Oder eine andere Gruppe von Straßenkindern.

Blanka

Der japanische Regisseur Kohki Hasei, der davor zwei Dokumentarfilme gemacht hat, erzählt in „Blanka“ eine berührende Geschichte aus den Slums von Manila.

Im Zentrum steht die Hauptdarstellerin: Cydel Gabutero wurde vor dieser Rolle berühmt, auf Youtube gibt es Videos von ihr, wie sie herzzerreißend „The Power of Love“ schmettert. In „Blanka“ spielt sie ein Mädchen, das eigentlich ein bisschen älter ist, aber immer noch Kind. Hasei appelliert an die Beschützerinstinkte des Publikums. Der blinde Peter ist eine Symbolfigur für die Solidarität unter den Ärmsten.

Er ist loyal, seinen Möglichkeiten sind aber eben deutlich Grenzen gesetzt. „Blanka“ ist ein wenig zu glatt erzählt und gefilmt, um zum philippinischen Kino einen gewichtigen Beitrag hinzuzufügen. Für Kinder und Jugendliche aber ist der Film gut geeignet.

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