Boracay-Schließung und die Airlines

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Um die Insel zu schonen, will der philippinische Präsident Boracay für sechs Monate schließen. Für Fluglinien ist das eine Herausforderung.

Manila, Philippinen – Viele Schwellenländer – vor allem in warmen Gebieten – hängen stark vom Tourismus ab. Doch genau das, was ihnen wirtschaftlich hilft, kann auch zu großen Schäden führen. Denn mehr Touristen bedeuten eben auch mehr Müll. Auf der philippinischen Insel Boracay ist die Situation inzwischen so schlimm, dass die Regierung sich bereits konkrete Maßnahmen überlegt.

Präsident Rodrigo Duterte erwägt, die Insel ab Ende April für ein halbes Jahr für Touristen zu schließen. So soll die Umwelt vor Ort geschont werden. Doch sollte es wirklich so weit kommen, dürfte das lokalen Unternehmern und auch lokalen Fluggesellschaften sehr schaden. 60 Prozent aller Besucher von Boracay kommen am Kalibo International Airport oder dem Caticlan Airport an, schreibt der Philippine Daily Inquirer.

Hunderttausende Passagiere

Philippine Airlines bietet mehr als 90 Flüge pro Woche zu den Airports an. Bei Cebu Pacific sind es sogar mehr als 180. Philippines Air Asia bietet rund 100 Flüge pro Woche an die Flughäfen von Boracay an. Innerhalb einer Schließung von sechs Monaten würden den Airlines Hunderttausende von Passagieren verloren gehen.

Alle Fluggesellschaften planen, die Frequenzen von Flügen zu anderen Destinationen der Philippinen zu erhöhen, sollte Boracay nicht mehr für Touristen geöffnet sein. Für bereits gebuchte Flüge sollen Umbuchungen auf Ziele, die erreichbar und verfügbar sind, angeboten werden, heißt es in philippinischen Medien.

Redaktion


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